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Uganda-Reise: Projekte und Partnerschaft im Blick

Begegnung mit Freiwilligen in Gulu und Kitgum

Projekte, Partnerschaft und Einführung eines neuen Bischofs: Dies sind die Hintergründe einer Uganda-Reise, zu der eine elfköpfige Delegation der Gossner Mission und des Kirchenkreises Norden/Ostfriesland am 15. November aufgebrochen ist. So wird die Gruppe unter Leitung des Gossner-Vorsitzenden Dr. Helmut Kirschstein u.a. nach Agung reisen, wo die Gossner Mission den Kindergarten und das Gemeindezentrum mitfinanziert hat und wo sie zurzeit ein Bienen-Dorf-Projekt betreut. Dieses soll die Bevölkerung vor Elefanten-Überfällen schützen und gleichzeitig die Einkommensmöglichkeiten der Kleinbauern stärken. Zudem stehen diverse Gespräche und Begegnungen, etwa mit den Freiwilligen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Church of Uganda, auf dem Reiseprogramm.


Am ersten Tag in der ugandischen Hauptstadt stand ein Besuch der Kampala Diplomatic School an; diese wurde gegründet und vorangetrieben vom Ehepaar Johnson und Venturina Nyeko, das dem Freundeskreis Uganda in Norden/Ostfriesland seit vielen Jahren eng verbunden ist. Kürzlich war die Einrichtung als Beste Schule Afrikas ausgezeichnet worden. Weil sich das – auch in den Nachbarländern – herumgesprochen hatte, wurden im vergangenen Jahr hundert Schüler:innen mehr angemeldet… Deshalb wurde ein weiteres Schulgebäude erbaut – weitgehend aus Holz nach neuen ökologischen Einsichten – und nun vom Gossner-Vorsitzenden Dr. Helmut Kirschstein und Pastor Kenneth Ngong (Foto), eingesegnet.

Später am Tag erschütterten zwei Bombenexplosionen die ugandische Hauptstadt, so dass die Delegation vorsichtshalber am Nachmittag auf weitere Programmpunkte verzichtete.

Am 19. November reist die Gruppe nach Gulu weiter, wo einer unserer weltwärts-Freiwilligen an der Primary School eingesetzt ist, einer gemischten Tages- und Internatsschule, die inklusive Bildungsansätze verfolgt. In Gulu wird am Sonntag zudem Godfrey Loum in sein Amt als Bischof der Diözese Nord-Uganda eingeführt werden. Er folgt Johnson Gakumba nach, der seit 2009 dort Bischof war.

Die Delegation wird dann den zweiten weltwärts-Freiwilligen der Gossner Mission an seiner Einsatzstelle in Kitgum besuchen. Freiwilligen-Koordinator Tobias Eggers ist mit von der Partie: Er lernt die Einsatzstellen kennen und kann die Uganda-Freiwilligen – die ersten, die in das afrikanische Land entsandt wurden – sowie ihre Gastgeber:innen und Mentor:innen vor Ort sprechen.

Auch das Dorf Agung steht auf dem Reiseplan: Hier ist im Sommer ein Pilotprojekt der Gossner Mission gestartet. In Agung und den angrenzenden Dörfern, allesamt im Norden des Murchison-Falls-Nationalpark gelegen, kommt es immer wieder zu Überfällen von Elefanten, die auf der Suche nach leicht erreichbarer Nahrung den Nationalpark verlassen und die Felder in der Umgebung heimsuchen. Sie zerstören die Ernte, reißen Vorratsgebäude ein – und trampeln jeden nieder, der sich ihnen in den Weg stellen will. Dank zahlreicher Spenden konnte die Gossner Mission hier ein Projekt beginnen, das nun Menschen und Natur schützt. Gemeinsam mit den örtlichen Kirchengemeinden und der Dorfbevölkerung wurde ein Plan entwickelt, damit die Menschen in der Region wieder sicher leben können: Rund um die Felder wurden Bienenvölker angesiedelt, die die Elefanten vertreiben sollen. Denn: Elefanten fürchten sich vor Bienenstichen.

Neben dem Schutz der Dörfer sind mit dem Projekt weitere Erwartungen verknüpft. Die Bauern hoffen, dass die Bienenhaltung zu besserer Bestäubung der Nutzpflanzen führt – und somit die Ernte-Erträge steigert. Auch die Qualität der Ernte wird verbessert. Die Delegation wird die Projektfortschritte nun selbst vor Ort prüfen können.
(Berlin, 16.11.2021)

Mehr zum Bienen-Pilotprojekt >>


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