Bischof Kitara und Gossner-Delegation weihen Waschtrakt ein
Ein neuer Wasch- und Duschtrakt: Darüber freuen sich 1200 Schülerinnen an der Mädchenschule in Kitgum! Feierlich eröffnet wurde die neue Anlage gestern von einer deutschen Delegation gemeinsam mit Bischof Wilson Kitara.
Eine friedliche Zukunft für Uganda: Dazu sollen die Mädchen beitragen, die das Okot-Memorial-College in Kitgum absolvieren. Der Ruf der Mädchenoberschule ist so exzellent, dass sie in den vergangenen Jahren immer stärkeren Zulauf hatte – in kurzer Zeit von 800 auf 1200! „Das ist eine tolle Entwicklung“, sagt Afrika-Projektkoordinator Dr. Volker Waffenschmidt. „Aber natürlich müssen die Einrichtungen der Schule mitwachsen.“
Gossner Mission stellte Finanzierung der Anlage sicher
Nachdem die Gossner Mission schon vor einigen Jahren einen neuen Waschtrakt finanziert hatte, bat Schulleiterin Lucy Acaa daher im Mai 2025 erneut um Unterstützung. Denn die Hygieneverhältnisse für die Mädchen und jungen Frauen waren unzumutbar geworden. „Zumal die meisten von ihnen bei uns im Internat leben und der Waschtrakt intensiv genutzt wird“, so die Leiterin.
Umso größer war die Freude darüber, dass die Gossner Mission zusagte, der Schule erneut zur Seite zu stehen. Dank zahlreicher Spenden und dank der Unterstützung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnte die Gossner Mission die benötigten 28.000 Euro zur Verfügung stellen.
„Wasser marsch“, hieß es dann bereits gestern beim Besuch der Delegation von Gossner Mission und „Freundeskreis Uganda“ aus Norden vor Ort. Gemeinsam mit Bischof Wilson Kitara von der Diözese Kitgum sprach Gossner-Vorsitzender Dr. Helmut Kirschstein ein Gebet zur feierlichen Enthüllung der Plakette. Dann durften Waschbecken und Duschhähne ausprobiert werden…
„Der Waschtrakt steigert die Lebensqualität der 1200 Schülerinnen ganz entscheidend“, so Dr. Waffenschmidt, der die Umsetzung des Projektes mit viel Power vorangetrieben hatte. Zurzeit begleitet er gemeinsam mit seinem Nachfolger Martin Fröschl die Reisegruppe bei ihren Gesprächen und Projektbesuchen in Uganda.
Schule macht Mädchen stark für die Zukunft
Das Y. Y. Okot Memorial College ist eine Sekundarschule für Mädchen im Norden des Landes. Diese nimmt vor allem Mädchen mit schwierigem sozialem Hintergrund auf. Betrieben wird das College seit 1981 von der anglikanischen Church of Uganda.
Während des Bürgerkrieges in den Jahren 1986 bis 2006 waren die Schulgebäude als Nachtasyl für Binnenflüchtlinge genutzt worden. In manchen Nächten fanden bis zu 2000 Menschen, die sich vor den Gräueln des Krieges in Sicherheit bringen wollten, dort Zuflucht. Das blieb nicht ohne Folgen für die Infrastruktur der Einrichtung.
Heute ist die Schule renoviert und bietet den Schülerinnen vorzügliche Unterrichtsbedingungen. Das College ist nach Y. Y. Okot benannt, einem ugandischen Pädagogen, der unter dem Regime des grausamen Diktators Idi Amin ermordet wurde.
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