Präsident Hichilema gewinnt Wahlen

Präsident Hichilema
Präsident Hichilema. © Waffenschmidt

Medien berichten über Unregelmäßigkeiten bei der Wahl

Hakainde Hichilema bleibt Präsident von Sambia. Bei den Wahlen konnte er rund 61 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Internationale Beobachter äußerten allerdings Kritik und verwiesen auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl.

Sambias Präsident Hakainde Hichilema bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Auf dem zweiten Platz landete der Parlamentsabgeordnete Brian Mundubile mit knapp 38 Prozent; er schnitt damit stärker als erwartet ab. 

Mundubile hatte sich bereits einen Tag nach der Wahl selbst zum Sieger erklärt, was zu Unruhen im Land führte, wie die Gossner-Partner vor Ort berichten. 

Übergriffe und Einschüchterungen

Während der Wahltag zunächst wohl ohne größere Vorfälle verlief, kam es bei der anschließenden Auszählung zu Zwischenfällen. Die Wahlkommission setzte die Auszählung landesweit für mehrere Stunden aus. Sambische Medien berichteten über Gewalt gegen Wahlhelfer und den Diebstahl von Stimmzetteln aus Wahlurnen.

Die Unterbrechung habe „Unsicherheit und Besorgnis" ausgelöst, kritisierte die Wahlbeobachtermission der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC). Zudem lägen Berichte „über Einschüchterungen, Übergriffe, Entführungen und Sachbeschädigungen in fünf Provinzen" vor.

Vor den Wahlen hatte Mundubile wiederholt über Angriffe auf ihn und seine Unterstützer geklagt. Auch Amnesty International zeigte sich besorgt über Einschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit. 

Zweite Amtszeit für den Präsidenten

Der Wahlkampf war vor allem von der wirtschaftlichen Lage des Landes bestimmt worden. Zwar hatte die Regierung Hichilemas Sambia zurück auf einen Wachstumskurs geführt. Doch im Alltag vieler Menschen kam dies nicht an. Hohe Lebensmittelpreise, Arbeitslosigkeit und Armut prägten den Wahlkampf. 

Bei der Wahl waren rund 8,7 Millionen Menschen an die Urnen gerufen. Neben dem Präsidenten wurden auch die 226 Abgeordneten der Nationalversammlung bestimmt. Insgesamt 14 Kandidaten hatten sich um das Präsidentenamt beworben.

Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung Sambias leben von weniger als drei US-Dollar am Tag.

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