Neue Perspektiven für junge Tischler

Endlich gelandet: Maschinen für die Azubis.
Endlich gelandet: Maschinen für die Azubis.

Bochumer Maschinen für Azubis in Sambia 

Monatelang schipperten sie übers Meer, dann trafen sie endlich im Süden Sambias ein: Hochwertige Tischlerei-Maschinen sollen dort künftig die Ausbildung von angehenden Schreiner:innen optimieren. Die Gossner Mission und ihre Partnerorganisation KDF setzen aufs Handwerk!

Nach der Schule beginnt für viele junge Menschen in Sambia der Überlebenskampf. Denn: Eine Ausbildung in einem der teuren staatlichen Schulungszentren können sich nur wenige Eltern leisten. 

Daher sind zahlreiche Jugendliche nach der Schule arbeitslos oder sie wechseln von der Schulbank direkt in eine betriebliche Tätigkeit, ohne je eine Ausbildung absolviert zu haben. In der Regel bleibt es somit ein Leben lang bei Handlangertätigkeiten, die entsprechend schlecht bezahlt werden. Mit den niedrigen Löhnen aber können sich die jungen Leute keine eigene Existenz aufbauen. 

Das will die Gossner Mission ändern. Gemeinsam mit der Kaluli Development Foundation (KDF), ihrer Partnerorganisation im sambischen Gwembe-Tal, hat sie ein duales System nach deutschem Vorbild initiiert. Dabei wird das Wissen der alt-eingesessenen kleinen Handwerksbetriebe genutzt, und zugleich wird die Ausbildung formalisiert. 

Maschinen kommen im Trainingsinstitut in Choma zum Einsatz

Denn mit dem St. Mawaggali Trades Training Institute in der Provinzhauptstadt Choma konnte eine berufsbildende Einrichtung gefunden werden, die das Vorhaben professionell begleitet. Sie bietet Beratung und Kurse an, führt Prüfungen durch und stellt schließlich auch Zeugnisse aus. Das Zertifikat eröffnet den jungen Leuten dann viele weitere Möglichkeiten! 

Wozu aber nun die großen Tischlerei-Maschinen? „Um die Ausbildung zu optimieren“, betont Afrika-Koordinator Dr. Volker Waffenschmidt. „In den kleinen Handwerksbetrieben, in denen die angehenden Schreiner:innen den praktischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, gibt es solche Maschinen nicht. Am Institut in Choma aber können die jungen Handwerker:innen ihre Fähigkeiten nun um einiges erweitern.“ 

Die gebrauchten, aber hochwertigen Maschinen – von der Fensterbau-Firma Hoffmann in Bochum gespendet – wurden im Juni verpackt und auf einen Lkw gehievt, um zunächst in Richtung Antwerpen transportiert zu werden. In einem Schiffscontainer ging es dann für die Hobelmaschinen, Stich- und Bandsägen, Bohrmaschinen, Stanzen etc. weiter übers Meer, um in November in Choma in Sambia anzukommen. 

Start für erfolgreiche Tischler-Ausbildung

Die Kosten für den Transport übernahmen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu 75 Prozent, sowie die Stiftung Wald schafft Zukunft und die Gossner Mission zu je 12,5 Prozent. 

Im Berufsbildungszentrum in Choma wurden die Maschinen dann von den Experten Oskar Höfling und Rubén Sadlowski aufgebaut. Zudem schulten die beiden das Lehrpersonal drei Wochen lang. 

„So ist nun eine lange Geschichte glücklich zu Ende gegangen“, freut sich Waffenschmidt. „Aber eigentlich ist sie ja der Anfang! Wir freuen uns, dass nun viele junge Menschen im Süden Sambias erfolgreich ausgebildet werden können.“  

Der Dank der Gossner Mission gilt der Firma Hoffmann in Bochum, den genannten Experten, der Stiftung „Wald schafft Zukunft“ sowie vielen Spender:innen und Spendern! 

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