Langjährige Korruption sorgt für Protest und Streiks
„Die Menschen in Chaurjahari sind unverletzt und sicher!“, schreibt Geschäftsführer Kapil Sharma. Aber die Sorgen der Gossner-Partner nach den gewalttätigen Zusammenstößen und dem Rücktritt der Regierung sind groß: „Bitte beten Sie für Frieden und eine baldige Lösung in Nepal!“
Seit einigen Tagen erlebt Nepal politische Unruhen, wie sie seit Jahren nicht mehr vorkamen. Nach dem Verbot von 26 großen Social-Media-Plattformen durch die Regierung am 8. September kam es landesweit zu Protesten vor allem junger Menschen.
„Das Verbot sozialer Medien war nur der Auslöser für die Proteste. Der Frust über die Art und Weise, wie das Land regiert wird, schwelt schon seit langem unter der Oberfläche“, betont Kapil Sharma, Geschäftsführer der Krankenhaus-Trägergesellschaft HDCS. „Viele Menschen sind enttäuscht und verärgert über die weitverbreitete Korruption, über die Vetternwirtschaft und das Versagen der Regierung.“
So seien zahlreiche Demonstrationen im ganzen Land eskaliert. Es kam zu gewalttätigen Zusammenstößen und Brandstiftungen. Mindestens 19 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. In mehreren Bezirken wurde eine Ausgangssperre verhängt. Als Reaktion auf die Unruhen traten Premierminister KP Sharma Oli und Präsident Ram Chandra Poudel zurück.
Mittlerweile hat die nepalesische Armee die Kontrolle übernommen. Es soll eine Übergangsregierung gebildet werden.
Gossner-Partner: “Unsere Mitarbeitenden unverletzt und sicher”
„Alle HDCS-Einrichtungen im ganzen Land sind sicher; niemand aus dem Kreis der Mitarbeitenden ist verletzt worden“, so der Geschäftsführer. Das treffe auch auf das Krankenhaus Chaurjahari zu, das von vielen Gossner-Freund:innen unterstützt wird.
„Trotzdem schreibe ich Ihnen heute mit schwerem Herzen“, fügt Kapil Sharma an. „Und angesichts der ungewöhnlichen Umstände bitte ich Sie um Verständnis und Geduld. Alle unsere Einrichtungen tun ihr Möglichstes, um ihre Arbeit in gewohnter Weise fortzusetzen.“ Aber es sei nicht abzusehen, wie sich die Situation entwickeln werde. Möglicherweise könne es Unterbrechungen der Kommunikation kommen. „Wir werden Sie aber auf alle Fälle auf dem Laufenden halten und Sie transparent informieren.“
Das betont auch Bibhu Singh von der United Mission to Nepal (UMN), der zweiten Gossner-Partnerorganisation in Kathmandu. „Es ist schrecklich, dass so viele Menschen gestorben sind und verletzt wurden. Nun hoffen wir auf eine baldige Besserung!“
Appell: “Bitte beten Sie für den Frieden in Nepal”
HDCS-Geschäftsführer Kapil Sharma dankt für alle Unterstützung und betont: „Vor allem bitte ich Sie heute demütig um Ihr Gebet! Damit bald wieder Frieden einkehrt im Land! Bitte beten Sie auch für eine rasche Lösung des Machtvakuums nach dem Rücktritt der Regierung. Möge diese Krise zu einem Wendepunkt hin zu Gerechtigkeit, Einheit und Heilung werden.“
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