Nach der Flut: Hilfe ist unterwegs

Ein Hubschrauber bringt Hilfe in die Berge nach der Flut.
Schnelle Hilfe für die Überlebenden. © Foto: UMN

Schnelle Hilfe steht nun an erster Stelle

Hilfe ist unterwegs: 1500 Familien sollen zunächst mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Hygiene- Kits und mehr versorgt werden. Nach der verheerenden Sturzflut unterstützt die Gossner Mission ihre Partnerorganisationen in Nepal bei der Nothilfe.

„Die Zerstörung ist immens und die Herausforderungen sind riesig. Schnelle Hilfe für die Familien steht jetzt an erster Stelle“, betont Kapil Sharma, Direktor der Gossner-Partnerorganisation HDCS in Kathmandu.

Neue Hoffnung schenken - gegen Angst und Trauer

„Die Tragödie ist noch lange nicht vorbei“, befürchtet Sharma. Abgesehen davon, dass aktuell eine weitere Flutwelle befürchtet werde, gehe man davon aus, dass sich Krankheiten und Hunger ausbreiten. „Die Menschen sind geschwächt, verängstigt und verstört und in großer Sorge um ihre Angehörigen. Umso wichtiger ist es jetzt, ihnen Hoffnung und neuen Lebensmut zu schenken!“

Sharma geht ins Detail: „Wir wissen inzwischen, dass die Sturzflut durch den Zusammenbruch eines Gletschersees hoch im Himalaya auf der chinesischen Seite ausgelöst wurde. Der daraus resultierende Erdrutsch, der Eis, Steine und Schlamm hinunter ins Flussbett stürzte, war so gewaltig, dass er als Erdbeben der Stärke 5,3 registriert wurde.

Tragischerweise steigt die Zahl der Opfer weiter an. Nach Angaben der Regierung vom heutigen Tag sind 469 Menschen ums Leben gekommen, 977 werden vermisst.“

Trinkwasser, Hygiene-Kits und Lebensmittelpakete

HDSC habe 400 Wasser- und Hygiene-Kits sowie 300 Lebensmittelpakete auf den Weg gebracht. Weitere Transporte folgen. Zudem bringt ein HDCS-Team 500 Liter Diesel zum Trishuli-Krankenhaus, in dem Verletzte versorgt werden. Das Krankenhaus ist auf Generatorenbetrieb angewiesen, da das Stromnetz in der Region zerstört wurde.

Auch der Gossner-Partner UMN transportiert Hilfspakete in den Norden. UMN will zunächst 1000 Familien damit versorgen.

Damit die Hilfe weitergeht, bittet die Gossner Mission dringend um Spenden. „Zunächst muss gesichert werden, dass die Menschen in den besonders betroffenen Distrikten Rasuwa, Nuwakot und Dhading in den nächsten Tagen und Wochen überleben. Unsere Partnerorganisationen sind erfahren in Katastrophenhilfe und im Land gut vernetzt“, unterstreicht Gossner-Direktor Oliver Fischer. 

Menschen stehen vor dem Nichts

Im Norden Nepals stehen die überlebenden Menschen vor dem Nichts. Sie haben alles verloren: ihre Häuser, ihre Lebensgrundlagen, den Zugang zu Gesundheitsdiensten und Einkommensquellen. Die Straßen und Brücken in den Gemeinden und Dörfern entlang des Flusses Trishuli sind völlig zerstört. Langfristig werden enorme Anstrengungen für den Wiederaufbau nötig sein.

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Kennwort: Nepal – Nothilfe

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