Menschen stehen verzweifelt in den Trümmern
Zerstörte Gebäude, überspülte Felder, verzweifelte Menschen: In Assam haben heftige Sturm- und Regenfluten große Schäden angerichtet. Auch Gemeinden der Gossner Kirche sind betroffen.
„In diesem Jahr traf uns der Monsun mit voller Wucht“, schreibt Pfarrerin Elis Surin aus Assam. „21 Familien in meinem Pfarrbezirk stehen vor dem Nichts. Ihre Häuser sind zusammengebrochen, die Gärten und Felder verwüstet.“
Elis Surin (Foto: vorne links) ist Vorsitzende des Pfarrbezirks Lakhimpur der indischen Gossner Kirche. Seit 2008 lebt und arbeitet sie als Pfarrerin in verschiedenen Gemeinden im Bundesstaat Assam, hat hier also vieles schon erlebt. Nun aber stand auch sie fassungslos vor den Trümmern vieler Häuser und Stallgebäude.
„Die Menschen sind verzweifelt“, betont die 52-Jährige. „Es wird lange Zeit dauern, bis die Verwüstungen beseitigt und die Gebäude wieder aufgebaut sind. Denn alles wurde von nassem Schlamm begraben.“
Kirchengemeinde verteilt Lebensmittel und Hilfsgüter
Ihre Kirchengemeinde hat vor Ort eine Spendenaktion gestartet. Lebensmittel und kleinere Hilfsgüter werden nun an die betroffenen Familien verteilt. Zudem packen alle, die nicht selbst betroffen sind, kräftig mit an und unterstützen bei Reinigungsarbeiten und beim Wiederaufbau.
„Wir sind sehr dankbar für diese gute Gemeinschaft in unseren Dörfern!“, sagt die Pfarrerin. „Zugleich senden wir eine Bitte nach Deutschland: Bitte nehmt die betroffenen Familien und unsere Gemeinde in Assam in eure Fürbitte auf! Danke!“
In Indien kamen nach Medienberichten bei Überschwemmungen und Erdrutschen seit Mitte Juli mehr als 135 Menschen ums Leben. Zehntausende mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Dutzende werden noch immer vermisst.
Im Bundesstaat Assam im Nordosten waren nach tagelangen Monsunregenfällen der Brahmaputra und andere Flüsse über die Ufer getreten. Ortschaften wurden überflutet und Lebensgrundlagen zerstört. Noch immer stehen große Flächen Ackerland unter Wasser, ungezählte Nutztiere sind ertrunken. Auch sind wichtige Verbindungsstraßen beschädigt, so dass einige Überschwemmungsgebiete tagelang nicht erreicht werden konnten.
Klimawandel verstärkt die Folgen des Monsuns
Viele betroffene Einwohnerinnen und Einwohner sind inzwischen zurückgekehrt, doch viele fanden ihre Häuser von einer dicken Schlammschicht bedeckt vor. Die Behörden fürchten den Ausbruch von Krankheiten.
Die Monsunsaison dauert in Südasien meist von Juni bis September. Fachleuten zufolge verstärkt der Klimawandel die Monsun-Stürme. Außerdem treten die Regenfälle heute - anders als früher - in unregelmäßigen Schüben auf.
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