Familien in Trauer und Leid nicht allein lassen

Nepal: Helfer verteilen Decken.
Helfer verteilen Kissen und Decken. © UMN

Nepal: Neben Nothilfe beginnt der Wiederaufbau

Vier Wochen nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya sind Tausende Familien weiterhin obdachlos und auf Unterstützung angewiesen. Die Gossner-Partner vor Ort gehen neben der Nothilfe nun den Wiederaufbau an. Wir danken für alle Unterstützung!

Mindestens 1450 Menschen kamen ums Leben, 6650 werden weiterhin vermisst. 13.600 Menschen konnten gerettet werden. Die neuesten offiziellen Zahlen verdeutlichen das ganze schreckliche Ausmaß der Katastrophe.

„Hinter jeder dieser Zahlen verbirgt sich ein Schicksal!“, betont Kapil Sharma, Direktor der Gossner-Partnerorganisation HDCS. „Das dürfen wir nie vergessen.“ 

Mütter, die um ihre Ehemänner, um Töchter und Söhne trauern. Väter, die den einzigen Sohn vermissen. Kinder, die mitansehen mussten, wie Geschwister und Großeltern mitgerissen wurden oder wie ihr Zuhause in Geröll und Schutt versank. 

Familien haben alles Hab und Gut verloren

Viele Familien haben zudem all ihr Hab und Gut verloren: ihre Häuser, Vieh, Felder – ihre Lebensgrundlage. Sie stehen buchstäblich vor dem Nichts. 

„Umso wichtiger ist jetzt neben der konkreten und medizinischen Hilfe die psychologische Betreuung der tief traumatisierten Menschen“, so Sharma. „Damit sie mit ihrem Leid und ihrer Trauer nicht allein bleiben.“ 

Die Helfer:innen unserer Partnerorganisationen HDCS und UMN sind vor Ort; sie hören zu, spenden Trost. Und ermitteln die konkreten Bedürfnisse. 

Damit der Alltag wiederkehrt

„Die Situation verändert sich täglich“, sagt Bibhu Singh von der UMN. Daher stimmen sich die Einsatzteams mit den lokalen und zentralen Regierungsstellen ab, um Versorgungslücken sicher zu identifizieren und Doppelungen zu vermeiden. 

Während sich zurzeit etwa abzeichnet, dass in weiten Teilen der Distrikte Dhading und Nuwakot keine zusätzlichen Lebensmittel benötigt werden, kann dies in drei Tagen schon wieder anders aussehen. Und in Rasuwa, wo einige Gemeinden noch immer extrem schwer zu erreichen sind, müssen die Hilfsgüter weitgehend mit Hubschraubern und Drohnen zu den Betroffenen gebracht werden. 

Die Planungsteams von UMN und HDCS sind nun dabei, ein Konzept für eine erste einjährige Phase zu entwickeln, in der Nothilfe und Wiederaufbau parallel laufen. Geplant ist etwa der Bau von Unterkünften und sanitären Einrichtungen, aber auch von Schulen und temporären Lernzentren. Auch müssen die Betroffenen in ihren Alltag zurückfinden. Nutztiere wie Schafe und Ziegen sollen beschafft und verteilt, regionale Marktstrukturen wieder aufgebaut werden. 

Angst vor dem nahenden Winter

„Und schon bald steht der Winter vor der Tür – dann warten zusätzliche Herausforderungen!“, blickt Bibhu Singh besorgt auf die nahenden schweren Monate. Erneut stehen dann Lebensmittellieferungen an und müssen warme Kleider und Decken verteilt werden. „Denn all das ist ja verloren.“ 

Dank der überwältigenden Unterstützung von Spender:innen und kirchlichen Unterstützern konnte die Gossner Mission ihren beiden Partnerorganisationen in Nepal bislang eine Soforthilfe von insgesamt 40.000 Euro zur Verfügung stellen.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit in Nepal weiterhin mit Ihrer Fürbitte und Ihrer Spende! Damit die Hilfe weitergehen kann! 

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Unser Spendenkonto:
Gossner Mission, Evangelische Bank
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Kennwort: Nepal – Nothilfe
 

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