Nepal: Gossner-Partner bringen Hilfe zu den betroffenen Familien
Die Familien im Katastrophengebiet brauchen Lebensmittel, Hygieneartikel, Unterkünfte – und Betreuung! Das Gebiet ist nur schwer erreichbar – doch die Gossner-Partner sind vor Ort und helfen!
Es war ein schreckliches Szenario, das sich den Helferinnen und Helfern unserer Partnerorganisation HDCS bot, als sie am Samstag mit den ersten Hilfsgüter-Transporten das Dorf Trishuli Bazaar erreichten. Dorthin waren viele Betroffene der Flutkatastrophe gebracht worden.
Angst und Trauer liegen schwer in der Luft
Ein HDCS-Mitarbeiter berichtet: „Angst und Trauer liegen schwer in der Luft. Hunderte von Menschen sind in Notunterkünften ohne Toiletten oder Schlafplätze zusammengepfercht. Die Familien sind beinahe zu erschüttert, um überhaupt Hilfe in Anspruch zu nehmen. Manche sind unfähig zu sprechen. Und fast alle werden von der Angst geplagt, erneut von einer Überschwemmung überrascht zu werden.“
Er habe viele Schreckensgeschichten gehört von Menschen, die mit ansehen mussten, wie ihre Angehörigen direkt vor ihren Augen von den Fluten mitgerissen wurden. „Diese Narben werden immer bleiben!“
Und weiter: „Die Menschen sind verängstigt und verstört. Jeder hat Familienmitglieder und Freunde verloren. Die gesamte Existenz ist vernichtet. Und niemand weiß, wie es weitergehen wird.“ Umso wichtiger sei jetzt die konkrete Hilfe, aber auch die psychologische Betreuung der tief traumatisierten Menschen.
Hilfe bringt Hoffnung in die Finsternis
„Doch selbst in all der Finsternis habe ich Hoffnung gesehen“, so der HDCS-Mitarbeiter. „Viele Menschen aus den umliegenden Dörfern engagieren sich ehrenamtlich und helfen den Bedürftigen in den Notunterkünften selbstlos. Als unser Hilfstransport eintraf, war die Dankbarkeit überwältigend. Viele erzählten, sie hätten gar nicht gewusst, dass Hilfe kommen würde. HDCS war die erste Organisation, die Trishuli Bazaar erreichte. Doch trotz unserer Hilfe ist die Lage weiterhin dramatisch.“
Die Lastwagen unserer Partnerorganisation HDCS hatten sich zuvor kilometerweit durch Schlamm und aufgeweichte Straßen quälen müssen. Dann aber konnten die Helfer am Samstag vor Ort Hunderte Pakete mit Lebensmitteln (Linsen, Reis, Öl, Salz), Hygiene-Artikeln, Chlortabletten, Moskitonetzen und Zeltplanen verteilen.
Unmittelbar danach wurden weitere Transporte auf den Weg gebracht. Dieses Mal zudem mit Kleidung, Hunderten Decken, 15 Rollstühlen, 60 Solarlampen, und sieben Rollen Schaumstoffmatratzen.
Medizinische und psychologische Betreuung für traumatisierte Menschen
Zudem sind ein medizinisches Team und ein psychologisch geschultes Team vor Ort. In vielen Gesprächen haben Betroffene die Möglichkeit, ihre Geschichten zu erzählen und ihre Traumata individuell und in Gruppen anzusprechen.
Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft kann die Nothilfe weitergehen! „Wir sagen ganz herzlichen Dank für alle Fürbitten und Gebete und alle Spenden nach Deutschland!“, betont Kapil Sharma, Direktor der HDCS.
Beide Gossner-Partnerorganisationen, HDCS sowie die UMN, engagieren sich nach der Flutkatastrophe in der Nothilfe. Auch die Planungen für den Wiederaufbau laufen bereits.
Am 26. August hatte die gewaltige Sturzflut im Himalaya innerhalb weniger Minuten das Leben unzähliger Familien zerstört. Die Welle aus Wasser, Schlamm und Geröll riss Menschen, Häuser und Brücken mit sich. Ganze Dörfer, Märkte und Straßen wurden weggespült.
Die Zahl der Opfer steigt weiterhin. Fast 1500 Menschen in Nepal und Tibet werden noch vermisst.
Wir bitten herzlich um Ihre Spende! Damit die Hilfe weitergehen kann!
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Kennwort: Nepal – Nothilfe