19. Einsatz am Hospital Chaurjahari
„Solange ich kann, werde ich den Menschen in Nepal helfen. Es macht mich einfach glücklich!“, sagt Ärztin Dr. Elke Mascher. Am 23. April bricht die 86-Jährige zu ihrem 19. Einsatz nach Chaurjahari auf.
Ärztin Dr. Elke Mascher ist eine unersetzliche Stütze für das Team des Hospitals Chaurjahari in Nepal. 18 Mal bereits hat sie im Auftrag der Gossner Mission für je einige Monate im Krankenhaus mitgewirkt, um das kleine Team zu beraten und zu entlasten. „Mit Hand und Herz widmet sie sich den Patientinnen und Patienten, voller Zuwendung und ohne Müdigkeit zu kennen“, betont Geschäftsführer Dil Giri.
Hospital Chaurjahari kümmert sich um Arme und Schwache
Wenn sie dieses Mal nach Chaurjahari reist, wird sie eine besondere Situation vorfinden. Denn noch immer zahlen die nepalischen Krankenkassen nur schleppend; noch immer muss das kleine Krankenhaus monatelang warten, bis Erstattungen für erbrachte Leistungen eintreffen. Oft fallen die Zahlungen dann zu gering aus.
So müssen weiterhin Operationen verschoben werden, fehlt es an Medikamenten und Verbandsmaterial. Gehälter werden nur unregelmäßig ausbezahlt. Trotzdem widmet sich das Chaurjahari-Team mit unverminderter Energie und Empathie seinen Patienten.
„Niemand wird im Hospital abgewiesen“, beteuert Dr. Elke Mascher. „Auch wenn viele Patienten so arm sind, dass sie die Behandlung nicht selbst bezahlen können. Gerade jetzt ist der Charity Fonds, den die Gossner Mission mitfinanziert, umso wichtiger!“
Die Region Chaurjahari zählt zu den entlegensten Gebieten Nepals. Die meisten Menschen ernähren sich von einer Subsistenzwirtschaft, die aufgrund der Höhenlage, der schwierigen klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse kaum das Überleben sichert. Die Lebenserwartung liegt bei 58 Jahren.
Das Hospital Chaurjahari leistet in dieser Region wichtige medizinische Hilfe – unentgeltlich für alle, die in Armut leben. Zudem gehen Teams in die Gemeinden und Schulen und bieten Vorsorge und Aufklärung an.
Elke Mascher “fühlt sich stets reich beschenkt”
„Das Arbeiten in Chaurjahari ist ganz anders, als ich es früher in Deutschland kennen gelernt habe“, so die Ärztin. lhre Kolleg:nnen dort müssten oft improvisieren und mit einfachsten Mitteln klarkommen, fänden aber stets eine Lösung im Sinne der Patien:innen.
„Die Antwort ,Geht nicht´ gibt es in Nepal nicht", das habe sie im Arbeitsalltag in Chaurjahari immer wieder erfahren, so Mascher. „Die Zeit in Chaurjahari ist immer sehr intensiv. lch fühle mich stets reich beschenkt, wenn ich aus Nepal zurückkehre."
Und so ist Elke Mascher, die 2022 das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement erhielt, voller Tatendrang. „So lange ich es gesundheitlich schaffe, werde ich weitermachen", verspricht sie.
Das kleine Krankenhaus leistet viel – und ist dafür auf Unterstützung angewiesen.
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Kennwort: Nepal – Hospital