Zwei Freiwillige in Uganda fühlen sich weiter wohl
Keine Gefahr besteht zurzeit für die beiden Freiwilligen, die an Schulen in Uganda im Einsatz sind. Berliner Missionswerk und Gossner Mission stehen mit ihnen und den Partnern vor Ort in engem Kontakt.
Saron und Ava, die beiden jungen Frauen, die an Schulen in Gulu und Kitgum ihren Freiwilligendienst leisten, sind gesund und fühlen sich gut. „Wir tauschen uns engmaschig über die Lage vor Ort aus“, betont Nadeshda Haska, die bei der Gossner Mission die Arbeit mit den Freiwilligen verantwortet.
Die beiden und ihre ugandischen Mentoren verfolgen die aktuelle Ebola-Lage sehr aufmerksam. In der Church of Uganda gebe es detaillierte Krisenpläne, die aber bislang noch nicht zum Einsatz gekommen seien.
Viele Menschen in Uganda sind beunruhigt
In ihrer Region sei es bislang ruhig – wenn natürlich auch viele Menschen beunruhigt seien.
Ihr Eindruck: „Die ugandische Regierung geht mit gezielten Eindämmungsmaßnahmen, der Identifizierung von Kontaktpersonen und Quarantäne aktiv gegen den Ausbruch vor. Dank der Erfahrungen aus früheren Ausbrüchen – auch wenn es sich diesmal um eine aggressive Variante handeln könnte – werden Vorsichtsmaßnahmen und Hygienestandards konsequent umgesetzt.“
Auch Bischof Godfrey Loum von der Diözese Nord-Uganda gibt sich gelassen: „Gulu ist ein safe place“, betont er.
Das Berliner Missionswerk als Entsendeorganisation und die Gossner Mission stehen in engem Kontakt mit den beiden Freiwilligen sowie mit den kirchlichen Partnern vor Ort, um alle bestmöglich zu unterstützen und in einem Notfall schnell und präventiv handeln zu können.
Bischof: “Bitte nehmt uns in euer Gebet auf”
Trotz aller Zuversicht bittet der Bischof: „Schließt uns und die Menschen in Uganda und in der Demokratischen Republik Kongo, von denen jetzt viele in Angst und großer Sorge leben, in euer Gebet ein.“
Wegen der raschen Ausbreitung der Ebola-Infektionen im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo zeigt sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunehmend besorgt.
Seit Beginn des Ausbruchs gebe es mindestens 500 Verdachtsfälle und 130 mutmaßliche Todesfälle, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am 19. Mai in Genf. In der ugandischen Hauptstadt Kampala forderte das Ebolafieber bislang zwei Todesopfer.