Direktor Fischer offiziell ins Amt eingeführt

Start mit vielen Segenswünschen.
Start mit vielen Segenswünschen. © Jutta Klimmt

Mit Herzblut, Einsatzfreude und entschiedener Toleranz

Seit Mai steht er der Gossner-Geschäftsstelle vor; nun wurde Pfarrer Oliver Fischer anlässlich der Kuratoriumssitzung im Kloster Loccum offiziell in sein Amt eingeführt. Er bringe eine „entschiedene Toleranz und viel Herzblut mit“, so Gossner-Vorsitzender Dr. Helmut Kirschstein bei der Einführung. 

Pünktlich zum Einzug in die altehrwürdige Stiftskirche des Klosters Loccum fallen Sonnenstrahlen durch die bunten Glasfenster und tauchen den Raum in warmes Licht... 

Schöner hätte der Gottesdienst zur Einführung des neuen Direktors kaum beginnen können. Zahlreiche Gäste warteten bereits im Chorraum, als Oliver Fischer gemeinsam mit den Vorsitzenden Dr. Helmut Kirschstein und Heidrun Fritzen, begleitet von der indischen Freiwilligen Divya Kachhap, unter Orgel- und Posaunenklängen einzog. 

Neuer Direktor mit 30 Jahren ökumenischer Erfahrung

In seiner Ansprache zur Einführungshandlung blickte der Vorsitzende zunächst auf das vergangene Jahr und das Bewerbungsverfahren zurück. Überzeugt habe ihn u.a., dass Oliver Fischer bei der Bewerbung sich so begeistert zum Missionsverständnis der Gossner Mission geäußert hatte – zum „Mission Statement“ und dem ganzheitlichen Verständnis einer Mission, „die untrennbar verbunden ist mit dem praktischen Einsatz für die von der weltwirtschaftlichen Ungerechtigkeit am stärksten Betroffenen“.

Oliver Fischer wolle gemeinsam mit der Gossner Mission seinen Teil dazu beitragen, dass es in der Welt gerechter und menschenfreundlicher zugehe. Und dafür bringe er jede Menge Potenzial mit. 30 Jahre ökumenische Erfahrung, eine „Haltung des Zuhörens“ und eine entschiedene Toleranz.  

Kirschstein weiter: Auch eine gesunde Neugier bringe er mit, „sprich: ein großes Interesse an dem, was die Menschen beschäftigt und bewegt. Das ist auf Schritt und Tritt zu spüren.“ An den 52-Jährigen gewandt: „Du freust Dich auf Menschen, die mit Herzblut dabei sind. Du bist ein Mensch, der selbst mit Herzblut dabei ist. Einsatzfreude und Hoffnung – das strahlst du aus!“

Neben Kolleg:innen, Gossner-Unterstützer:innen und Weggefährt:innen Oliver Fischers brachten sich auch die indischen Freiwilligen in den bewegenden Gottesdienst im Kloster Loccum ein: mit einem Adivasi-Song, den sie an der Trommel begleiteten. 

Bischof Kerketta überbrachte Grüße aus Indien

Nach dem Gottesdienst standen zunächst Grußworte an, bevor beim Empfang Gelegenheit war, dem neuen Direktor selbst zu gratulieren. 

Bischof Marshel Kerketta überbrachte herzliche Grüße aus der indischen Gossner Kirche. Dirk Stelter, Ökumenereferent der Landeskirche Hannovers und somit gewissermaßen mit Hausrecht im Kloster Loccum, hatte Honig von ortsansässigen Imkern mitgebracht. Damit erinnerte er nicht nur humorvoll an den früheren Namen der Gossner-Zeitschrift („Die Biene auf dem Missionsfelde“), sondern er zog auch Parallelen. Bienen seien engagiert und umtriebig, erfahren und voller Ideen und dabei auf gutes Teamwork angewiesen. 

Magdalena Stachura, stellvertretende Direktorin des Berliner Missionswerkes, überbrachte ebenso Grüße wie Balázs Odor, Direktor des Dachverbands EMW. Pfarrer Stephan Schmidtpeter sprach schließlich herzliche Worte im Namen der Lippischen Landeskirche und lud den Direktor nach Lippe zum Pickert-Essen ein. 

Zwei langjährige Wegbegleiter Fischers, Pfarrerin Katharina Falkenhagen, mittlerweile in Bremen St. Magni, und ihr Mann Ulrich Falkenhagen, überreichten ihm einen Reiseadapter – verbunden mit dem Wunsch, bei allen Reisen immer verbunden zu bleiben mit der unerschöpflichen Engergiequelle des lebendigen Gottes.

Nach diesen Grußworten ging es erst mal in den überwältigend schönen Kreuzgang der Zisterzienserkirche zum Empfang. Die Gläser klangen und kleine Köstlichkeiten wurden gereicht – eine willkommene Stärkung bei intensiven Begegnungen und Gesprächen.

Am Abend kam das Kuratorium der Gossner Mission im Kloster Loccum zu seiner ersten Sitzung mit dem neuen Direktor zusammen. 

Ansprache von Dr. Helmut Kirschstein (PDF) >>

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