Festlich ins Jahr 2026 gestartet
Der Neujahrsempfang zu Epiphanias ist alljährlich Anlass, zurückzublicken und Danke zu sagen. Und einen Blick aufs neue Jahr zu werfen. Dieses Mal begrüßten die beiden Direktoren Christian Reiser und Dr. Ulrich Schöntube die Gäste in der Berliner Marienkirche.
Draußen lag Schnee, drinnen war die Kirche in warmes Licht getaucht. Der Epiphanias-Gottesdienst und der anschließende Empfang im Roten Rathaus - beides traditionell in Kooperation von Gossner Mission und Berliner Missionswerk - waren festlicher Auftakt für ein Jahr, das spannend zu werden verspricht.
Gemeinsam mit den beiden Direktoren zogen die Mitwirkenden des Epiphanias-Gottesdienstes in die Marienkirche ein. Mit dabei: die Berliner Regionalbischöfin Dr. Julia Helmke, die dieses Mal die Predigt hielt, sowie junge Freiwillige aus Indien, Sambia, Palästina, Taiwan und weiteren Ländern, die Lesung und Gebete in ihrer Landessprache vortrugen.
Nach dem Gottesdienst war Zeit für Rückblick und Ausblick, den die Regionalbischöfin im Namen beider Werke vortrug.
Gossner Mission schaut auf spannendes Jahr zurück
Die Gossner Mission schaut auf ein spannendes Jahr zurück. Das hing u.a. mit personellen Veränderungen zusammen. Im März 2025 löste Johannes Heymann Karin Döhne in der Indien- und Nepalkoordination ab; seit November arbeitet sich Martin Fröschl in die Sambia- und Ugandakoordination ein. Er folgt Dr. Volker Waffenschmidt nach, der zum 1. März 2026 in den Ruhestand geht.
Und: Auf der Herbstsitzung des Kuratoriums in Bad Salzuflen wurde ein neuer Direktor gewählt. Oliver Fischer, derzeit noch Dozent am Predigerseminar in Wittenberg, wird ab 1. Mai die Leitung der Gossner-Geschäftsstelle übernehmen, da Direktor Christian Reiser nach über zehn Jahren im März ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wird.
Besorgter Blick geht nach Indien
Sorgen bereitete der Gossner Mission 2025 die politische Situation in Indien. Besuche und Begegnungen bei der indischen Gossner Kirche scheiterten an Visaproblemen.
„Umso dankbarer ist die Gossner Mission über jede positive Nachricht aus ihrer indischen Partnerkirche. Der dritte reformpädagogische Martha-Kindergarten PATRIZIA in Govindpur konnte 2025 seinen Betrieb aufnehmen. Und im Herbst gab es ein besonderes Jubiläum: Seit 25 Jahren ordiniert die Gossner Kirche Frauen ins Pfarramt. Am Festgottesdienst im Oktober nahmen weit über tausend Menschen teil – darunter auch die frühere Berliner Regionalbischöfin, Ulrike Trautwein.“
Besondere Hilfsbereitschaft erlebte die Gossner Mission 2025 nach einem Notruf aus Nepal. Das Bergkrankenhaus Chaurjahari – ein besonderes Leuchtturmprojekt – stand plötzlich vor enormen finanziellen Herausforderungen, weil Krankenkassengelder nicht mehr flossen. In der Folge wurden Medikamente knapp, Gehälter konnten über Monate nicht bezahlt werden. Die Gossner Mission bat daraufhin ihre Unterstützer:innen um Spenden. „Und tatsächlich: Wenn die Situation auch weiterhin schwierig ist, so konnte das Krankenhaus dank enormer Spendenbereitschaft gerettet werden!“
Dank für Unterstützung und Engagement
Und 2026? Im neuen Jahr plant die Gossner Mission, acht indische Pfarrerinnen nach Deutschland einzuladen. Sie sollen bei Gemeindepraktika die Arbeit von Pfarrerinnen in deutschen Gemeinden kennenlernen. Zudem stehen die Verabschiedung des aktuellen und die Einführung des neuen Direktors an. Und: Mit zahlreichen Gemeinden und Institutionen deutschlandweit konnten 2025 Partnerschaftsvereinbarungen geschlossen werden. Dies soll 2026 fortgesetzt werden!
Dr. Julia Helmke: „Zum Schluss danke ich im Namen der beiden Werke allen Unterstützerinnen und Unterstützern für ihre Treue und ihr Vertrauen im vergangenen Jahr! Bitte bleiben Sie der Arbeit verbunden! Denn ohne Sie, ohne Ihr Engagement und Ihr Mit-Tun, wäre diese nicht möglich! Danke!“