„Engagiert für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Welt“
„Von Anfang an nah dran an den Menschen – und an der Arbeit für mehr Gerechtigkeit und eine bessere Welt“: In einem festlichen Gottesdienst wurde Direktor Christian Reiser in den Ruhestand verabschiedet.
Klar, offen, direkt. Humorvoll und geradlinig. Integer und willensstark. Mit viel Herzblut und einem scharfen, kritischen Blick. Voller Reiselust, Engagement und Liebe zur internationalen Ökumene. Und von Anfang an unterwegs mit Herz und Hand.
All das wird beim Gottesdienst zur Verabschiedung von Direktor Christian Reiser und dem anschließenden Empfang in der Berliner Patmos-Gemeinde ausführlich gewürdigt. Sein Vorgänger Ulrich Schöntube überreicht ihm zum Abschied ein Glas äthiopischen Honig: „Der ist recht herb und nicht zu süß“, schmunzelt er. „Das passt.“
“Der Weltbezug war immer schon da”
Zuvor haben im Festgottesdienst Gossner-Vorsitzender Dr. Helmut Kirschstein und Regionalbischöfin i. R. Ulrike Trautwein die Gäste begrüßt.
In der Ansprache zur Verabschiedung blickt Kirschstein auf den Lebensweg Reisers zurück. Als Kind hat er vier Jahre mit der Familie in Afghanistan gelebt: „Der Weltbezug war immer schon da. Und das Pfarramt war eine echte Berufung.“
Später Dozent für Biblische Theologie auf den Philippinen, Auslandspfarrer in Bolivien, Referent bei Brot für die Welt. Zwischendurch und danach Gemeindepfarrer in Versmold und Harsewinkel in Ostwestfalen. „Immer verbunden mit dem Blick in die ökumenische Weite.“
Und dann ab August 2015 Direktor der Gossner Mission. Helmut Kirschstein: „Deine in vielen Jahren erarbeitete Kompetenz war ein Segen für die Menschen, die uns anvertraut sind – für die Gossner Mission.“
Im Anschluss entpflichtet der Vorsitzende den Direktor gemeinsam mit Dr. Albrecht Philipps, Dezernent für Mission und Ökumene der Ev. Kirche von Westfalen. Dieser überreicht die Urkunde seiner Landeskirche zur Entpflichtung vom Pfarramt.
Segenswünsche und Grüße aus aller Welt
Und dann folgt der Empfang. Mit vielen herzlichen Worten und Segenswünschen von Weggefährt:innen und Freund:innen, von Kolleg:innen und Gesprächspartner:innen.
Dr. Dieter Bökemeier, Pfarrer für Ökumene und Mission, bringt Grüße aus der Lippischen Landeskirche mit. Dr. Ulrich Schöntube, Ökumenebeauftragter der EKBO, erinnert sich an manche Sitzung mit Reiser: Immer „klar und direkt“ habe er ihn erlebt. Und immer engagiert für die Belange der Gossner Mission. Dr. Eckhard Zemmrich, Theologischer Referent des Dachverbands EMW (Ev. Mission Weltweit) dankt Reiser für den Dreiklang aus „Humor, Integrität und Kritik“. Zemmrich: „Es ging ihm immer darum, das Profil der Mission zu schärfen.“
Die Bischöfe Marshel Kerketta und Wilson Kitara senden Botschaften aus Indien und Uganda; weitere Grüße aus aller Welt werden über Video eingespielt. Die indische Band „The Gossners“ hat im fernen Ranchi ein Ständchen aufgenommen. Für das Gossner-Team überreichen die „Dienst-Jüngsten“ Johannes Heymann und Martin Fröschl dem scheidenden Direktor kleine Präsente zur Stärkung während der geplanten langen Radtour – u. a. eine Klingel, die das Gossner-Lied spielt: „Segne und behüte …“
Dank für Vertrauen und gemeinsames Engagement
Zuletzt tritt Christian Reiser selbst ans Mikrofon. Und dankt für zehneinhalb Jahre Vertrauen und gemeinsames Engagement, für gute Zusammenarbeit und Unterstützung.
Es wird langer Abend. In gelöster herzlicher Atmosphäre. Und am Schluss räumt der Direktor selbst die letzten Tische und Getränkekisten weg. Keine Frage, Gossner Mission und Christian Reiser – das hat gepasst. Zehneinhalb Jahre lang.
Predigt von Christian Reiser >>
Videogrüße aus aller Welt für Christian Reiser (15:04 min. auf YouTube) >>
Zahlreiche Foto-Eindrücke von der Feier auf Instagram >>
Christian Reiser blickt zurück >>
Ansprache zur Verabschiedung von Dr. Helmut Kirschstein (PDF) >>
Grußwort von Dr. Eckhard Zemmrich, EMW (PDF) >>