Spenden helfen, die Notlage des Hospitals zu überbrücken
Bis zum Ende des Jahres noch durchhalten! „Wir hoffen, dass dann die staatlichen Gelder wieder fließen“, schreibt Dil Giri, Manager des Hospitals Chaurjahari in Nepal. Zugleich schickt er herzliche Dankesgrüße für jede Unterstützung, die dabei hilft, die Notlage zu überbrücken.
Das Krankenhaus Chaurjahari in den Bergen Nepals steht seit Monaten vor großen finanziellen Herausforderungen. Staatliche Mittel werden zurzeit nicht gezahlt; es fehlen somit Zehntausende Euro für Medikamente, für Behandlungen und Gehälter.
Hospital Chaurjahari dankt für alle Unterstützung!
„Nur mit Hilfe von Spenden können wir diese Notlage bewältigen“, betont Manager Dil Giri. „Daher sind wir unendlich dankbar für die Unterstützung aus Deutschland! Für die vielen Spenden! Aber auch für die Gebete und guten Gedanken.“
Die Krankenhaus-Trägerorganisation HDCS sei intensiv im Austausch mit den Behörden, und die Hoffnung sei groß, dass zum Ende des Jahres Bewegung in die Sache komme. „Aber erst mal müssen wir noch durchhalten!“
Dankbar sei er auch den vielen Mitarbeitenden, denen er zwar – dank der Spenden – nun wieder Auszahlungen habe überweisen können. „Aber längst nicht alle Gehälter, auf die sie in den vergangenen Monaten verzichten mussten. Und trotzdem arbeitet das ganze Team engagiert weiter.“
Ärztin Elke Mascher lobt großes Engagement des Teams
Das bestätigt auch Ärztin Dr. Elke Mascher, die im Frühsommer von ihrem diesjährigen Chaurjahari-Einsatz zurückkehrte. Alle Mitarbeitenden seien voller Engagement weiterhin ihren Aufgaben nachgegangen. „Das Team ist super, und die Leidensfähigkeit der Menschen in Nepal ist unvorstellbar groß.“
Das Gehalt einer Krankenschwester beträgt umgerechnet 245 Euro im Monat, das eines jungen Arztes etwa 620 Euro. Die Kosten für die Behandlung eines Patienten liegen bei 16 bis 235 Euro.
Da aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten nicht ausreichend Material eingekauft werden kann, müssen zum Beispiel viele orthopädische Operationen verschoben werden. „Diese gehören zu den teuersten Operationen in Chaurjahari“, führt Dr. Elke Mascher aus. „Wenn etwa bei einer Beinfraktur eine Platte eingesetzt werden soll, müssen die Patienten zurzeit in Vorkasse gehen. Das können sich aber nur die wenigsten leisten.“ Die Metallplatten seien teuer, und eigentlich sollten sie von den Krankenkassen bezahlt werden.
Trotz der aktuellen Notlage: Chaurjahari blickt optimistisch nach vorn
Was bedeutet das im Einzelfall? „Entweder muss der Betrag aus dem Charity Fonds entnommen, also über Spenden finanziert werden. Oder der Patient wird an ein staatliches Hospital in Nepalgunj oder Surget verwiesen. Das heißt aber: Er oder sie muss mit seiner Verletzung eine mehrstündige Omnibusfahrt in Kauf nehmen. Und es ist nicht sicher, dass die Operation dort ausgeführt werden kann. Für uns hier in Deutschland ist das alles unvorstellbar!“
Zum Schluss blickt Dr. Elke Mascher voller Optimismus nach vorn: „Trotz aller Herausforderungen hat das Chaurjahari-Team so viele Pläne, so viele Visionen! Das ist einfach großartig!“
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Kennwort: Nepal – Hospital