Chaurjahari dankt für Hilfe in extremer Notlage

Chaurjahari: Sichere Geburt, glückliche Mutter. Eine junge Frau sitzt in einem Krankenhausbett und hält glücklich ein Neugeborenes auf dem Arm.
Chaurjahari: Sichere Geburt, glückliche Mutter.

Nepal: Situation im Krankenhaus bleibt dramatisch

Rund 35.000 Euro gingen in zwei Wochen für die Arbeit des Hospitals Chaurjahari bei uns ein. Die Spenden helfen mit, die unverschuldete Notlage des Krankenhauses zu überbrücken. „Ganz herzlichen Dank allen Spender:innen für diese unglaubliche Unterstützung!“, schreibt Manager Dil Giri. 

Das Krankenhaus Chaurjahari in den Bergen Nepals steht vor einer großen finanziellen Herausforderung. Staatliche Mittel bleiben schon seit Monaten aus. Daher fehlt Geld für Medikamente, für Behandlungen und Gehälter. 

Hintergrund ist ein neues Krankenkassensystem in Nepal, das bislang jedoch aufgrund von vielen Hindernissen nicht umgesetzt werden konnte. Dies hat zur Folge, dass zurzeit aus keinem der staatlichen Töpfe Gelder ausgezahlt werden. 

Das Krankenhaus kann somit weder Medikamente noch anderes Material auf Vorrat einkaufen. Da auch Diesel und Sauerstoffflaschen nur begrenzt erworben werden können, kann es gar vorkommen, dass bei Stromausfall Operationen abgebrochen werden müssen. 

Patienten suchen Hilfe und Heilung

„Die Lage ist dramatisch“, beschreibt Dil Giri, der Verwalter des Hospitals. „Viele unserer Patienten kommen von weither – ganz im Vertrauen darauf, dass sie bei uns Hilfe und Heilung finden. Und wir tun weiterhin alles, um sie gut und professionell zu versorgen – so weit das unter den jetzigen Umständen möglich ist.“

Vor wenigen Tagen traf eine weitere Besorgnis erregende Nachricht aus Kathmandu ein. Nach den neuesten Plänen der Regierung sollen krankenversicherte Patienten medizinische Hilfe in Chaurjahari nur dann in Anspruch nehmen können, wenn sie zuvor einen „Überweiungsschein“ von einem staatlichen Gesundheitsposten erhalten haben. Ohne diesen sollen sie auch künftig die Behandlung selber bezahlen. 

„Diese Regelung geht völlig an den Lebensumständen der Menschen in den entlegenen Dörfern vorbei!“, empört sich der Manager. „Manche Patienten sind tagelang zu Fuß unterwegs, bis sie endlich Chaurjahari erreichen. Manchmal mit letzter Kraft! Es ist völlig unvorstellbar, dass sie vorher eine staatliche Stelle aufsuchen, um sich einen ´Schein´ abzuholen. Ganz abgesehen davon, dass diese Anforderung ihnen wahrscheinlich nie zu Ohren kommen wird.“ 

Chaurjahari-Team: Dankbar für jedes Gebet und jeden Euro!

Die Sorgen um die Zukunft in Chaurjahari sind groß. Zunächst allerdings müssen die aktuellen Herausforderungen gemeistert werden. Das Krankenhaus und seine Trägergesellschaft sind in ständigem Kontakt mit den behördlichen Stellen, um die Auszahlung der Krankenkassenmittel voranzutreiben. Denn eines ist klar: Das Hospital darf nicht geschlossen werden! Auch nicht vorübergehend!

Dil Giri: „Umso dankbarer sind wir für jedes Signal, für jedes Gebet, für jeden Euro, der uns von außerhalb erreicht! Und der uns hilft, diese Notlage zu überbrücken. Im Namen unserer Patienten und im Namen des ganzen Chaurjahari-Teams danke ich Ihnen allen von ganzem Herzen! Und ich bitte Sie: Denken Sie auch weiterhin an uns! Denn die Not ist noch nicht ausgestanden!“

Hier lesen Sie mehr zu den Hintergründen >>

Hier können Sie sicher online spenden >> 

Unser Spendenkonto:
Gossner Mission, Evangelische Bank
IBAN: DE35 5206 0410 0003 9014 91
Kennwort: Nepal – Hospital