Bienenzaun schützt erfolgreich vor Elefanten

Ein Bienenzaun bietet Schutz, wenn sich hungrige Elefanten nähern.
Ein Bienenzaun bietet Schutz!

Bienenprojekt in Uganda wird ausgeweitet

Immer wieder bedrohten Elefanten die Menschen am Murchison Falls Nationalpark. Seit fünf Jahren schützt ein „Bienenzaun“ Felder und Dörfer vor ihren Überfällen. Nun soll das Bienenprojekt auf weitere Dörfer ausgeweitet werden.

Sobald auf den Feldern Mais und Bananen reifen, nähern sich die Elefanten. Aus großen Entfernungen bereits nehmen sie den süßlichen Geruch wahr. Sie suchen die Felder heim, zerstören die Ernten und trampeln durch die Dörfer, immer auf der Suche nach Futter. Dabei brechen sie auch Vorratshäuser auf und greifen Menschen an. Sich ihnen in den Weg zu stellen, ist gefährlich! 

Trotzdem schlafen zahlreiche Bauern in der Erntesaison bei ihren Feldern, um diese zu bewachen und die Dorfbewohner vor nächtlichen Überfällen zu warnen. Denn die Elefanten-Population im Murchison Falls Nationalpark hat stark zugenommen. Und die Futtersuche ist für die Elefanten in den Dörfern viel einfacher als innerhalb des Parks.

Seit 2021 fühlen sich die Menschen sicher

2021 begann die Gossner Mission ein Pilotprojekt. Hunderte von Bienenstöcken wurden dicht an dicht angebracht, um zunächst vier Dörfer vor den Überfällen zu schützen. Denn Elefanten fürchten sich vor den Bienenstichen – und nehmen Reißaus, sobald sie das unverkennbare Summen vernehmen. „Die Elefanten machen einen weiten Bogen um die beteiligten Dörfer. Sie suchen ihr Futter nun wieder im Nationalpark“, betont Direktor Christian Reiser. „Ein erfolgreiches Projekt in jeder Hinsicht!“ 

Denn mittlerweile schützt der Bienenzaun bereits 14 Dörfer. 240 Kleinbauern wurden zu Imker:innen ausgebildet, so dass 240 Familien heute eine zusätzliche Einkommensquelle haben. Sie bauen weiterhin Mais und Kartoffeln und Cassava an und kümmern sich gleichzeitig um ihre Bienen. Fällt die Feldernte einmal schlecht aus, freuen sich die Familien über den Gewinn aus dem Honigverkauf. 

Natur und Nachhaltigkeit im Blick

„Daher wollen wir das Projekt ausweiten“, so Reiser. „Weitere Dörfer brauchen Schutz vor Elefanten-Überfällen. Weitere Bauern möchten zu Imkern ausgebildet werden. Wir möchten weitere  Bienenstöcke, Werkzeug, Schutzkleidung und natürlich Fortbildungen finanzieren.“ 

Mühsam ist bislang noch der Transport der Waben zur zentralen Honigmanufaktur. „In der Regenzeit per Fahrrad über die ausgespülten Wege ist das kaum möglich. Ein motorisiertes Fahrzeug, das die Waben bei allen Imkern einsammelt und zur Manufaktur bringt, wäre ideal!“ 

Für Christian Reiser – und viele Gossner-Unterstützer:innen – ist das Bienenprojekt seit Jahren ein Herzensprojekt. Kein Wunder: „Es geht um Bienen und Elefanten, um grüne Felder und goldgelben Honig, um den Schutz von Dörfern und neue Einkommensmöglichkeiten für Bauern. Und es geht um Natur und Nachhaltigkeit – und Hoffnung!“ 

Gossner Mission bittet um Fastengabe für Menschen in Uganda

In der Fastenzeit bittet die Gossner Mission daher um Spenden für das Bienenprojekt in Uganda. „Um den Zaun zu erweitern und weitere Dörfer zu schützen, bleibt noch viel zu tun. Gemeinsam meistern wir das!“, so Direktor Reiser. „Bitte helfen Sie mit – mit Ihrer Fastengabe. Ganz herzlichen Dank!“

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende! 

Unser Spendenkonto: 
Gossner Mission, Evangelische Bank
IBAN: DE35 5206 0410 0003 9014 91
Kennwort: Uganda Bienen

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