Aufregende Zeiten für die jungen Freiwilligen
Fünf junge Freiwillige werden in wenigen Wochen zu ihren Einsatzstellen in Sambia und Uganda ausreisen. Andere kehren dorthin nach Hause zurück. Im Freiwilligeneinsatz ist der Sommer eine aufregende Zeit.
„Zum ersten Mal reisen gleichzeitig drei Freiwillige zu unseren Partnern in Sambia aus“, betont Direktor Christian Reiser. Die Gossner-Partnerorganisation Kaluli Development Foundation (KDF) freut sich auf Paula und Artur, die ab Ende August ein Jahr lang im dortigen Jugendzentrum mithelfen werden. Ihre Aufgaben reichen von Spielen und Hausaufgabenhilfe bis hin zur Mitarbeit im Gemüsegarten und den Kleintierställen des Jugendzentrums.
In Sambia stehen neu drei Einsatzplätze zur Verfügung
Ein weiterer Einsatzplatz konnte kurzfristig in Choma gefunden werden, nachdem es an anderer Stelle „hakte“. Denn eigentlich wollte und sollte Anouk (foto: 2.v.re.) übers Berliner Missionswerk ein Jahr lang nach China gehen. Da dies letztlich nicht realisierbar war, gingen die Verantwortlichen beider Werke gemeinsam auf die Suche – und machten die neue Einsatzstelle in Choma aus.
Anouk, die mit ihrer Familie mehrere Jahre in Kamerun lebte und mit ihrem ursprünglichen Einsatzwunschland China einen starken Kontrast zu dem ihr bereits Bekannten gesucht hatte, freut sich nun schließlich doch auf das, was sie in Sambia erwartet.
Dazu trug sicherlich auch die Begegnung mit Matongo Matondo (Foto: 2. v.li.) aus dem sambischen Gwembe-Tal bei, der sich wiederum als Freiwilliger von Brot für die Welt seit März in Deutschland aufhält. 18 Monate lang wird er im Berliner Familienzentrum „Hand in Hand“ mitarbeiten.
Gut vorbereitet nach Sambia und Uganda
Umfassend auf ihren Aufenthalt in Sambia vorbereitet wurden die drei angehenden Freiwilligen zusätzlich von Afrika-Koordinator Dr. Volker Waffenschmidt und Freiwilligen-Koordinatorin Nadeshda Haska.
Das trifft auch auf Saron und Ava zu, die Anfang September nach Uganda ausreisen, um dort an den Partner-Schulen in Gulu und Kitgum mitzuwirken.
Levin – Freiwilliger des Vorjahres 2024/25 –, der sich zurzeit noch in Gulu aufhält, kehrt in wenigen Tagen von dort zurück.
Und auch die Süd-Nord-Freiwilligen des laufenden Jahres, John und Intimacy, die in Dortmund bzw. in Berlin im Einsatz waren, wurden bereits offiziell verabschiedet und sehen ihrer Heimreise nach Sambia entgegen.
„Die Sommerwochen sind immer sehr emotional“, lächelt Nadeshda Haska. „Die einen kommen aus Übersee zurück und müssen sich dann hier gleich um Studienangelegenheiten kümmern. Andere verlassen Deutschland und lassen damit viele Freunde zurück, die sie während ihres Einsatzjahres gewonnen haben – am Einsatzplatz oder unter den anderen Süd-Nord-Freiwilligen, mit denen sie gemeinsam viele Seminare besucht haben.“ Und dann sind da ja noch die neuen Freiwilligen des Jahrgangs 2025/26, die vielen Herausforderungen in ungewohnter Umgebung entgegenblicken.
Kooperationen machen Vielzahl der Freiwilligeneinsätze möglich
Bei der Entsendung nach/von Sambia und Uganda profitiert die Gossner Mission vom Freiwilligenprogramm des Berliner Missionswerkes. Dieses garantiert umfangreiche und professionelle Vorbereitung und Begleitung der jungen Freiwilligen, während sich die Expert:innen der Gossner Mission um die länderspezifische Vorbereitung sowie um die Kontakte zu den Einsatzstellen kümmern.
„Nach längerer Pause hoffen wir, dass auch der Freiwilligenaustausch mit Indien bald wieder unkomplizierter möglich ist“, so Haska. Vier indische Süd-Nord-Freiwillige werden bald in Deutschland erwartet. Bei Indien kooperiert die Gossner Mission zusätzlich mit der Organisation Deutsch-indische Zusammenarbeit e.V. (DiZ) aus Frankfurt/Main.
„jung. engagiert. gossner.“: Das ist Schwerpunktthema von Ausgabe 2/2025 unserer Zeitschrift „Gossner.“
Welche Chancen und Herausforderungen bietet ein Freiwilligeneinsatz? Was bedeutet es, ein Jahr lang in einer anderen Kultur zu leben – und dann nach Hause zurückzukehren? Wie gelingt das Jahr – und wie die Heimkehr?
Darüber reden aktuelle und ehemalige Freiwillige in der „Gossner.“