Volker Waffenschmidt blickt in Interview zurück
„Sambia was my first love“ – Afrika-Koordinator Dr. Volker Waffenschmidt geht 2026 in Ruhestand. Was er am meisten vermissen wird? „Die Menschen, die ich in den 16 Gossner-Jahren kennengelernt habe – und von denen einige zu Freunden geworden sind.“
Oft startet der Arbeitstag schon während des Frühstücks. Pling, pling, pling – immer, wenn viele Whatsapps eingehen, ist klar, dass in Sambia oder Uganda etwas Ungewöhnliches vonstattengeht. „Manchmal ist dann schnelles Troubleshooting gefragt“, erzählt Dr. Volker Waffenschmidt. „Weil ein Auto liegen geblieben ist oder eine Maschine nicht arbeitet oder ähnliches … Zum Glück ist das aber die absolute Ausnahme.“
Meist werden in seinen WhatsApp-Gruppen Fotos und erfreuliche Nachrichten hin- und hergeschickt, etwa von der Arbeit im sambischen Jugendzentrum oder vom Bienenprojekt in Uganda, oder weil die Freiwilligen von ihrer Arbeit berichten oder …
„Es macht einfach Freude zu sehen, wie toll sich die Arbeit entwickelt“, so Dr. Waffenschmidt. „So vieles haben wir jüngst anstoßen können! Etwa das Engagement der Frauen-Selbsthilfegruppen oder das Jugend-Programm im Gwembe-Tal, zu dem nicht nur das Zentrum, sondern auch die Handwerkerausbildung gehören.“
“Afrika” war immer sein großer Traum
2010 begann Dr. Volker Waffenschmidt als Sambia-Koordinator bei der Gossner Mission. „Afrika“ sei immer schon sein Traum gewesen, berichtet er im Video-Interview mit Matongo Matondo, der aus dem sambischen Gwembe-Tal kommt. Diesen Traum habe er gezielt umgesetzt – mit dem Studium zum Agraringenieur und später dem Arbeiten und Leben zunächst in Namibia und dann dreieinhalb Jahre in Sambia. „Sambia was my first love“, lächelt er.
Bei der Gossner Mission kam 2015 die Arbeit mit der Partnerkirche in Uganda dazu. Das hat für ihn und für die Gossner Mission einiges verändert. Als Afrika-Koordinator kümmert sich der 68-Jährige seitdem auch voller Herzblut um die Partner und Projekte in Uganda – auf der Basis einer geringfügigen Stelle.
Projekte entwickeln, mit Partnern im Gespräch bleiben
Was macht die Arbeit im Eigentlichen aus? „Viel Kommunikation mit den Partnern, Projekte gemeinsam entwickeln, Anträge stellen, Spenden einwerben, die Finanzierungen im Blick behalten.“ Und natürlich die Reisen einmal im Jahr, bei denen er vor Ort Projektumsetzungen prüft und zahlreiche Partner trifft.
„Es ist unvorstellbar, wie hart die Menschen in Sambia und Uganda arbeiten, wie engagiert und voller Enthusiasmus sie sind! Und wie sie es schaffen – quasi mit nichts in den Händen – Neues zu entwickeln und auf die Beine zu stellen“, betont Waffenschmidt, der Ende Juli erst von einer Sambia-Reise zurückgekehrt ist. „Immer wenn ich in die Gesichter der Menschen schaue, weiß ich, dass ich das Richtige tue!“
„Let´s spend a day with Dr. Volker“ – Matongo Matondo hat Dr. Volker Waffenschmidt für die Öffentlichkeitsarbeit des sambischen Projektpartners Kaluli Development Foundation (KDF) interviewt. Im Interview spricht er über Familie, Arbeitsabläufe und den bevorstehenden schmerzlichen Abschied. Seine Botschaft an die Menschen in Sambia: „We will stay in contact.“