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Sambia auf einen Blick

Landesname: Republic of Zambia.
 
Hauptstadt: Lusaka (ca. 2 Mio. Einwohner).

Parlament: besteht aus zwei Kammern, der National Assembly (150 gewählte und 8 vom Präsidenten ernannte Mitglieder) und dem House of Chiefs.

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Michael Sata (gewählt 2011).
 
Unabhängigkeit: seit 24.10.1964 (Nationaler Feiertag).
 
Geographie: Sambia ist ein Binnenland und mit knapp 753.000 qkm etwa doppelt so groß wie Deutschland. Auf dem zentralafrikanischen Plateau gelegen, ist es von acht Ländern umgeben. Bei einer durchschnittlichen Höhenlage von 1300 m über NN bildet das Luangwa-Tal im Osten den tiefsten Einschnitt. Es ist Teil des ostafrikanischen Grabenbruchsystems (Rift-Valley) und beherbergt zwei große Nationalparks. Ebenfalls Teil dieses Grabenbruchs ist der im Norden gelegene fischreiche Tanganyika-See. Namenstiftend für das Land ist der größte Fluss im südlichen Afrika, der Sambesi, der im Süden zum Kariba-Stausee aufgestaut wurde (1955-59) und so der Energiegewinnung dient.
 
Klima: Das durch die Höhenlage gemilderte tropische Klima gliedert sich in eine Regenzeit von November bis April, eine kühle Trockenzeit von Mai bis August und eine heiße Trockenzeit im September und Oktober.
 
Bevölkerung: 13,1 Mio. (2011) mit einer jährlichen Wachstumsrate von ca. 3 %. Es gibt etwa 70 Etnien mit je eigenen Sprachen und Bräuchen. Gut die Hälfte der Einwohner ist unter 18 Jahre alt. Die Lebenserwartung ist stark gesunken und liegt nach Angaben von UNICEF (2009) bei 46 Jahren, die Kindersterblichkeit (der unter-5-Jährigen) bei 14 %, die HIV-Infiziertenrate (der 15-49-Jährigen) bei 13,5 % mit einer hohen Dunkelziffer.
 
Sprachen: Amtssprache ist Englisch; daneben gibt es sieben offiziell anerkannte regionale Sprachen: Bemba, Nyanja, Lozi, Tonga, Lunda, Kaonde, Luvale, sowie viele Dialekte.
Bildung: Nach UNDP-Angaben (2011) liegt die Alphabetisierungsrate bei etwa 70 %, die Einschulungsquote allerdings aufgrund vieler Schulneubauten bei nunmehr fast 100 %.
 
Religionen: Sambia ist laut Verfassung eine „christliche Nation“ mit fast 90 % Christen und 10 % Anhängern traditioneller Religionen, Hindus und Moslems. Unter den Christen sind über die Hälfte Katholiken, die übrigen Protestanten (mit der United Church of Zambia als größter Einzelkirche), Freikirchen und sog. Sekten.
 
Wirtschaft: Sambia verfügt über günstige Ausgangsbedingungen. Es ist reich an Bodenschätzen (Kupfer, Kobalt, Kohle, aber auch Edelsteinen) sowie an Wasser-Ressourcen. Es verfügt über ein insgesamt gemäßigtes Klima und ausgedehnte landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Darüber hinaus erfreut sich Sambia seit seiner Unabhängigkeit relativer politischer Stabilität. Nachteilig wirkt sich die Binnenlage aus, die die Außenhandelsbeziehungen erschwert, sowie eine intransparente Steuerpolitik und ineffiziente Verwaltung. Daten zu Wirtschaft, Schulden etc. finden sich auf den Statistikseiten von Weltbank und UNDP (siehe Links >>).