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Gossner Mission in Sambia

Dass die Gossner Mission seit 1845 in Indien präsent ist, wo sogar eine gleichnamige Kirche gegründet wurde, ist vielen Freunden gut bekannt. Aber dass die Gossner Mission auch auf dem afrikanischen Kontinent tätig ist, wissen nicht alle, wiewohl dieses Engagement nun auch schon fast ein halbes Jahrhundert währt.

Angefangen hatte alles mit dem Bau eines Stausees, der Umsiedlung von zehntausenden Menschen, der Unabhängigkeit eines Landes und dem Ruf eines Staatspräsidenten. So geschehen 1969 am Rande einer Konferenz des Ökumenischen Rates der Kirchen im schwedischen Uppsala, als der Präsident der kurz zuvor gegründeten Republik Sambia, Dr. Kenneth Kaunda, den damaligen Missionsdirektor Christian Berg um Hilfe für die umgesiedelte Tonga-Bevölkerung im Süden des Landes bat. Das daraus entstandene Projekt, das 1998 in sambische Hände übergeben wurde, hat sich in eine eigenständige Organisation gewandelt, mit der die Gossner Mission auch heute noch eine enge Partnerschaft verbindet.

Daneben entstand in den 80er Jahren durch die Gossner Mission Ost ein weiterer Schwerpunkt unweit der Hauptstadt Lusaka, der sich der ländlichen Entwicklung widmet. Auch mit der dort gegründeten Partnerorganisation bestehen enge Verbindungen.

Die jüngste Zusammenarbeit ergab sich im Jahre 2005 mit der größten protestantischen Kirche des Landes, der United Church of Zambia, die ihr Engagement im Bereich der Gemeinde- und Gesellschaftsdiakonie ausbauen will. Diese Kooperation wird zurzeit durch ein weiteres Pilotprojekt noch intensiviert und soll zu einer strategischen kirchlichen Partnerschaft ausgebaut werden.

Koordiniert und betreut werden die Arbeiten im Lande über das so genannte „Liaison Office“ in Ibex Hill, einem Stadtteil Lusakas. Geleitet wird es zurzeit von dem Ehepaar Eva Schindling und Dr. Wolfgang Bohleber, zu deren Verantwortung auch die Führung Gossner-Gästehauses auf dem Grundstück zählt, das für alle Sambia-Besucher ein attraktiver Anlaufpunkt geworden ist.
 
Sambia gehört laut Angaben der Vereinten Nationen zu den ärmsten Ländern der Welt. Der jüngste Human Development Index (HDI), ein „Wohlstandsindikator“, listet Sambia auf Rang 150 von 169 Staaten.

Was Sie sonst noch über Sambia, unsere Partner und die Projekte wissen sollten, können Sie auf den folgenden Seiten erfahren. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Heft: „Sambia. Porträt – Perspektiven – Partnerschaft. Gossner Mission 2005“, das Sie hier >> als pdf-Datei herunterladen können.