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Weltweit: Gossner-Partner kämpfen gegen Corona

Indien und Nepal: Es trifft immer die Armen besonders hart

Trotz der weltweiten Corona-Pandemie steht die Gossner Mission in engem Kontakt zu ihren Partnern in Indien und Nepal, Sambia und Uganda. Die Bilder ähneln sich: Schulen und Colleges sind geschlossen, internationale Flüge weitgehend gestrichen, öffentliche Veranstaltungen abgesagt und Gottesdienste finden nicht mehr oder in kleinem Kreis statt. „In unseren Krankenhäusern haben wir Isolierstationen eingerichtet, und wir klären die Menschen über Radio über das Virus und die Vorsichtsmaßnahmen auf“, schreibt Kapil Charma, Direktor unseres Partners HDCS in Nepal. „Wir danken für euer Gebet und euere Ermutigung!“


Im indischen Bundesstaat Jharkhand sind alle Schulen und Colleges bis zum 14. April 2020 geschlossen; die Prüfungen wurden verschoben. Das teilt Dr. Sumit Abhay Kerketta, Leiter des Theologischen Colleges in Ranchi mit.

„In unserem dicht besiedelten Land mit minimalen hygienischen Lebensbedingungen wird diese Pandemie zu großen Problemen führen. Nun leiden vor allem die Armen und Schwachen - wie immer. Sie werden ihre tägliche Lebensgrundlage verlieren“, befürchtet Bischof Johan Dang. Am gestrigen Sonntag lud die Gossner Kirche nicht mehr zu Gottesdiensten ein. Und die ersten indischen Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperre verhängt; auch der Bundesstaat Jharkhand. „Alles ist im Fluss…“

In Nepal ist die Lage noch recht unklar. „Bislang gibt es keinen bestätigten Corona-Fall“, schreibt Kapil Sharma, Direktor unseres Partners HDCS. „Aber innerhalb weniger Wochen sind so viele Menschen aus verschiedenen Ländern nach Nepal zurückgekehrt, dass wir fest davon ausgehen können, dass Nepal nicht unberührt bleibt. Und: Wir haben keine angemessenen Kontrollmöglichkeiten.“

Um die Ansteckungsgefahr zu verringern, sind Versammlungen mit mehr als 25 Personen verboten. Kinos wurden geschlossen, Gottesdienste werden nur noch in kleinen Gruppen abgehalten.

Viele Menschen in Nepal würde die Ausbreitung des Corona-Virus besonders hart treffen. Sie haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, keine Waschvorrichtungen und keine Seife.

In den Krankenhäusern geht die Zahl der Patienten aus Furcht vor Ansteckung bereits zurück. Der Erfolg jahrelanger Bemühungen, den Menschen gerade in den Bergdörfern bei gesundheitlichen Problemen oder zur Entbindung eines Kindes den Besuch im Krankenhaus nahezulegen, scheint nun plötzlich in Gefahr …

„Unser Programm für öffentliche Gesundheit läuft weiter“, betont Kapil Sharma. So gehen kleine Teams etwa auch des Krankenhauses Chaurjahari weiter in die Dörfer, um Aufklärung in kleinen Gruppen zu betreiben und Hausbesuche zu machen. Informationsmaterial liegt in allen öffentlichen Bereichen aus, wird in Büros und in die Häuser verteilt.

In den HDCS-Krankenhäusern, zu denen auch Chaurjahari gehört, wurden Isolierstationen für Corona-Patienen eingerichtet und Handwaschmöglichkeiten für Patienten und BesucherInnen  geschaffen. „Lasst uns einander beistehen im Gebet füreinander“, sagt Dr. Sadichhia Bhatta, Ärztin am Krankenhaus Chaurjahari (Foto).  „Gerade jetzt können wir aus der Bibel so viel Kraft schöpfen.“
(Berlin, 23.03.2020)



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