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Sambia: Corona-Nothilfe geht weiter

Runder Tisch kämpft gegen erneute Corona-Ausbreitung

Weitere 8000 Euro stellt die Gossner Mission für Anti-Coronamaßnahmen in Sambia zur Verfügung. „KDF, unser Partner im Süden des Landes, beteiligt sich seit Beginn der Pandemie mit großem Engagement an Aufklärung und Bekämpfung und steht den Menschen zur Seite“, betont Dr. Volker Waffenschmidt, der die Partner im Juni besuchte. Die Infektionszahlen gehen zurzeit langsam zurück, „doch zeigen die Zahlen nur die Spitze des Eisberges und sind kaum realistisch; die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen“, so Waffenschmidt besorgt. Die zugesagten Mittel ermöglichen es KDF nun, weitere Aufklärungssendungen fürs Radio zu produzieren, Testungen zu intensivieren und Sauerstoff-Anreicherungsgeräte für Betroffene zu erwerben.


Die Nachrichten, die Dr. Volker Waffenschmidt, Afrika-Koordinator der Gossner Mission, im Juni aus Sambia mitbrachte, waren widersprüchlich. Einerseits: „Krankenhausbetten für Covid-Patienten sind rar, ebenso der Sauerstoff; Schnelltests sind kaum noch zu haben, und die Impfungen stagnieren auf äußerst niedrigem Niveau.“ Um gegen den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen anzugehen, hatte die Regierung im Juni einen Lockdown erlassen – aber nur zögerlich und nur für drei Wochen. Waffenschmidts Beobachtung während seiner Reise: „Minibusse sind noch immer überladen, die Menschen stehen dicht gedrängt, mit und ohne Masken, Beerdigungen werden von Hunderten besucht. Schulen und Restaurants sind geschlossen, Bars dagegen nicht.“

Der Lockdown der Schulen ist inzwischen noch einmal bis zum 16. August verlängert worden; andere Maßnahmen dagegen wurden wieder zurückgenommen. Dieses führt Dr. Volker Waffenschmidt auf die im August anstehenden Wahlen zurück: „Im Wahlkampf sind solche Maßnahmen unpopulär.“

Auf der anderen Seite sind weiterhin viele Organisationen und staatliche Einrichtungen in Sambia verzweifelt bemüht, gegen die Pandemie anzukämpfen und die Menschen zu schützen. Im Süden des Landes habe sich nun ein Runder Tisch gegründet: „eine Art Corona-Task Force, bestehend aus allen Departments sowie zivilen Teilnehmenden, Kirchen, NGOs – alle sog. Stakeholder, um ein konzertiertes Zusammenwirken zu ermöglichen. Eine gute Initiative!“

Zu den beteiligten Nichtregierungsorganisationen gehört auch die Kaluli Development Foundation (KDF), die Gossner-Partnerin im südlich gelegenen Gwembe-Tal. Mit den nun erneut zugesagten Gossner-Mitteln wird KDF sich weiter in der Corona-Bekämpfung einbringen: mit Radiosendungen (Foto) zur Aufklärung der Bevölkerung und mit dem Transport von Corona-Tests aus den ländlichen Testzentren zu den Laboratorien in den Städten. Allein 5000 Euro werden für den Ankauf von vier Sauerstoff-Anreicherungsgeräten für kleinere Gesundheitsstationen gebraucht. „Diese Geräte sind – anders als Sauerstoffflaschen, die Verbrauchsartikel darstellen –, für längere Einsätze gedacht, haben also einen nachhaltigeren Effekt“, erläutert der Sambia-Experte.

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(Berlin, 23.07.2021)



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