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Nepal: Impfstoffe für die Bergregion

„Viele Menschen hier haben großes Leid erfahren“

Nach einem frühen Start zu Jahresbeginn und einer langen Pause geht das Impfen gegen Covid-19 in den Bergen Nepals nun wieder voran! Rund 3700 Menschen konnte unsere Partnerorganisation United Mission to Nepal (UMN) in der vergangenen Woche in zwei Dörfern im Distrikt Rukum impfen. Dazu mussten die Impfstoffe mühsam in die zerklüfteten Hügel transportiert werden. Viele ältere Impfwillige kamen zu Fuß oder wurden von Verwandten oder von Helfern zu den Impfzentren gebracht. „Das zeigt, wie sehr die Menschen hier auf Hilfe gegen die Krankheit hoffen“, so die UMN. Und sie appelliert an Unentschlossene weltweit: „Lassen Sie sich impfen, schützen Sie sich; schützen Sie andere!“


Die Menschen in den Bergen sensibilisieren, sie über die Gefahren der Pandemie aufklären und sie ermutigen, sich impfen zu lassen: All das tut die Gossner-Partnerorganisation United Mission to Nepal (UMN) seit Beginn des Jahres. Dazu arbeitet sie mit den Behörden vor Ort zusammen, geht immer wieder in die Berge und koordiniert die Lieferung der Impfstoffe in die entlegenen Gebiete.

Viele Helfer:innen sind nötig, wenn es in solche Bergregionen wie Rukum hinauf geht. Nicht nur die Impfstoffe müssen transportiert werden; die UMN hatte zudem Träger organisiert, um Ältere und Menschen mit Behinderungen zu den Impfzentren zu bringen. Denn manche wohnen allein und sind auf diese Unterstützung angewiesen. „Es war ein besonderer Augenblick für mich zu sehen, wie viele ältere Menschen aus noch höher gelegenen Dörfern „auf Huckepack“ zu unseren Impfstoffzentren kamen“, freut sich ein Helfer.

In Nepal waren die Covid-19-Infektionszahlen im Mai nach oben geschnellt, nachdem viele Wanderarbeiter:innen aus Indien zurückgekehrt waren. Die Rückkehrer:innen waren in den Städten nicht willkommen und gingen zurück in ihre Ursprungsdörfer. Dadurch breitete sich das Virus immer mehr in den abgelegenen Regionen aus. Dort waren die Krankenhäuser bald am Limit und nahmen teilweise keine Patienten mehr auf, da sie nicht über genügend Sauerstoffreserven  verfügten. Zudem war der Transport der schweren Sauerstoffflaschen in die Berge nur schwer zu bewältigen.

„Viele Menschen hier haben schweres Leid erfahren in diesen Wochen und Monaten; so sind wir sehr froh, dass nun die Impfkampagne wieder Fahrt aufnimmt“, so eine Sprecherin der UMN.

Auf schmalen Pfaden in die Berge hinauf! Sehen Sie hier das UMN-Video dazu (0:18 min.) >>


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