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Nepal: Berghospital Chaurjahari hilft jederzeit

Die Geschichte der jungen Frau im Hospital Chaurjahari

Rund 10 Prozent der Familien in Nepal haben aufgrund der Corona-Pandemie keinerlei Einkommen mehr; 30 Prozent müssen mit starken Verlusten klarkommen. Das geht aus einer Studie des World Food Programme vom August 2020 hervor. Das Berghospital Chaurjahari kümmert sich um viele dieser Betroffenen. „Und natürlich auch weiterhin um all die anderen, die schon vorher in großer Not waren“, betont Dr. Caleb Buddhya. „Ein Beispiel nur aus unserem Alltag: eine junge Frau, 20 Jahre alt, die mit 13 von ihren Eltern verheiratet wurde. Heute ist sie verwitwet, hat erneut geheiratet – und muss ihre fünfköpfige Familie alleine durchbringen.“ Dank des Sozialfonds konnte das Hospital den Ehemann retten und die Kinder behandeln.



Sie ist erst 20 – und hat doch schon so viel Not und Leid in ihrem Leben ertragen müssen. Bereits im Alter von 13 Jahren wurde die junge Frau in den Bergen Nepals von ihren Eltern verheiratet. Sie bekam ihre erste Tochter, und ihr Mann ging nach Indien, um dort Geld zu verdienen. Lange Zeit hörte sie nichts mehr von ihm, dann erfuhr sie, dass er bei einer Überschwemmung ums Leben gekommen war.

Wenig später heiratete sie erneut, bekam zwei Kinder – und muss nun die fünfköpfige Familie alleine ernähren. Denn ihr Mann verletzte sich beim Brennholz-Holen im Wald; nach einer Infektion musste sein Bein amputiert werden. Mit solch dramatischen Lebenswegen sind die Mitarbeitenden im Krankenhaus Chaurjahari Tag für Tag konfrontiert. „Umso glücklicher sind wir, wenn wir helfen können!“, betont Dr. Caleb.

Das Team konnte den Ehemann retten. Und als die junge Mutter nach eintägigem Fußmarsch erneut mit ihren Kindern nach Chaurjahari kam, wurde die älteste Tochter wegen eines Abszesses operiert und der zweijährige Sohn Narayan wegen Typhus stationär aufgenommen.

Die Kosten für OP, Behandlung und Ernährung wurden aus dem Sozialfonds des Hospitals beglichen, den die Gossner Mission trägt. „Ganz herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern, die dies ermöglichen!“, betont der junge Arzt aus Nepal.
(Berlin, 13.09.2020)

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