Seite drucken · Suche · Kontakt · Newsletter · Sitemap · Impressum

Nepal: Bei vier Berg-Einsätzen 3600 Patienten behandelt

Dank an die Spenderinnen und Spender der Gossner Mission

Das Missionshospital Chaurjahari befindet sich in der Mitte-West-Region Nepals, an der Grenze der drei Distrikte Rukum, Jajarkot und Salyan. Die Region gehört zu den ärmsten und abgelegensten Regionen Nepals. Rund 160.000 Menschen leben hier in kleinen und kleinsten Dorfgemeinschaften. Die meisten ernähren sich von einer Subsistenzwirtschaft, die aufgrund der Höhenlage, der schwierigen klimatischen Bedingungen und der Bodenverhältnisse kaum das Überleben sichert. Die Lebenserwartung liegt bei 58 Jahren.

Trinkwasser gewinnen die Menschen meist aus dem Fluss, der vor allem in der Regenzeit viel Schmutz und Bakterien mitführt. In der Folge erkranken viele an Magen- und Darmkrankheiten, Typhus etc. Auch Tuberkulose und Lepra gehören zu den lebensbedrohlichen Erkrankungen. In dieser Situation leistet das Hospital Chaurjahari ungemein wichtige medizinische Hilfe – unentgeltlich für alle, die in bitterer Armut leben und eine Behandlung selbst nicht bezahlen können.

Mit mobilen Gesundheitseinsätzen sollen zudem jene erreicht werden, die noch weiter abgelegen in den Bergen leben und von sich aus nie zum Krankenhaus kämen: aus Angst vor möglichen finanziellen Forderungen oder schlicht, weil sie gar keine Vorstellung davon haben, was medizinisch machbar ist. So brechen kleine Hospital-Teams für mehrere Tage in die Berge auf, um zu helfen und Vorsorge zu betreiben.

Im Berichtszeitraum Juli 2009 bis Mai 2010 fanden vier solcher Einsätze statt.

Probleme vor Ort laut Bericht:
Armut, Aberglaube, Analphabetentum, Unkenntnis von Behandlungsmöglichkeiten, keine Transportwege und das Fehlen von Transportmöglichkeiten.

Aufgaben vor Ort:
Klinische Untersuchung und Behandlung der Patienten, Schwangeren-Vorsorge-Untersuchungen, Wundversorgungen und Verbände, Zahnextraktionen, Gesundheitserziehung von Kindern und Erwachsenen, Kontaktaufnahme und Besprechung mit den Dorfvorständen über Behandlungsmöglichkeiten, Abhalten von Gottesdiensten und Ermutigung der in den Bergen lebenden Christinnen und Christen, Seelsorge.

Zahl der Patienten:
Erster Einsatz: 667
Zweiter Einsatz: 1022
Dritter Einsatz: 989
Vierter Einsatz: 950

Kosten insg.: 10.267 Euro für Medikamente, Untersuchungsgegenstände, Transport etc.
Anteil der Gossner Mission: 8061 Euro

Das Chaurjahari Missionshospital und der Krankenhausträger „Human Develpoment and Community Services“ (HDCS) bedanken sich herzlich im Namen aller Patientinnen und Patienten bei den Spenderinnen und Spendern der Gossner Mission für die Unterstützung.
(Berlin, 05.07.2010)

<< zurück