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Nepal: „Baby-Boom“ im Hospital Chaurjahari

Bei Augen-Einsatz 700 Patienten untersucht

Das war ein ganz besonderer Morgen im kleinen Missionshospital Chaurjahari in Nepal: Binnen weniger Stunden  wurden neun Babys geboren. Darüber berichtet Dr. Elke Mascher in ihrem jüngsten Bericht. Die Ärztin ist zurzeit wieder für mehrere Wochen in Chaurjahari  im Einsatz. Neben dem „Babyboom“ sorgte vor allem ein zweitägiger Augenuntersuchungsmarathon für Aufregung: 350 meist ältere Patienten wurden untersucht und insgesamt 135 Katarakt- Operationen durchgeführt, d.h. künstliche Augenlinsen eingesetzt.  Für diese kostenlos durchgeführten augenärztlichen Untersuchungen war eigens ein zehnköpfiges Team einer großen nepalesischen Augenklinik aus dem Süden Nepals angereist.


Die Beratung von werdenden Müttern ist einer der Schwerpunkte der Arbeit des Hospitals Chaurjahari. Bei Gesundheitsberatungen in den Dörfern versuchen die Mitarbeitenden die Frauen davon zu überzeugen, dass eine Geburt im Hospital viel sicherer für Mutter und Kind ist. So kamen im zurückliegenden Jahr 709 Frauen zur Entbindung ins Krankenhaus; 1995 waren es nur 45.

Umso größer nun die Freude über den kräftigen Zuwachs innerhalb eines Tages: „Bei der Morgenvisite waren alle neun Mütter samt ihren Babys wohlauf“, so Dr. Elke Mascher. „So baten wir alle neun zum ,Foto-Termin´ nach draußen.“  In Chaurjahari erhalten alle Babys nach der Geburt ein fünfteiliges Set Babykleidung, das vor Ort genäht wird. So können die Babys gleich warm in eine neue Kinderdecke eingepackt  werden. Die  Initiative „Baby-Kleidung“  wurde von Dr. Mascher vor mehreren Jahren gestartet wurde und kann dank zahlreicher Gossner-Spenden bis heute umgesetzt werden.

Meist bleiben die jungen Mütter 24 Stunden im Hospital. Noch vor der Entlassung erhalten sie von den Krankenschwestern Unterricht in Körperpflege, der Wichtigkeit von Schutzimpfungen, Kindervorsorgeuntersuchungen und Empfängnisverhütung .

Bei dem sogenannten „Eye-Camp“  war das Hospital Chaurjahari für die Logistik und die Schaffung der Räumlichkeiten verantwortlich. Da der normale Betrieb weiterlief, galt es einiges zu improvisieren. „Aber“, so Ärztin Dr. Elke Mascher, „darin sind die Nepali ja Weltmeister.“ 
(Berlin, 17.11.2017)

Fotos: Internationales Ärzte-Team in Chaurjahari (oben); Warten auf die Augen-Untersuchung (unten).

Herbstbrief von Dr. Elke Mascher aus Chaurjahahri (PDF) >>


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