Seite drucken · Suche · Kontakt · Newsletter · Sitemap · Impressum

Kaluli Development Foundation (KDF) im Gwembe-Tal

Aus den ersten Kontakten zur sambischen Regierung (Foto: Kenneth Kaunda mit Christian Berg) entstand 1969 das Gwembe South Development Project (GSDP), in das über viele Jahre hin engagierte Fachkräfte der Gossner Mission entsandt wurden. Der Schwerpunkt der Arbeit lag dabei vor allem im Bereich der Landwirtschaft zur Ernährungssicherung. Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen, Erosionsbekämpfung und kleinteiliger Bewässerungslandbau mit Kleindämmen und Kanälen waren einige der Schwerpunkte in diesen Jahren. Hinzu kam die Förderung von Einkommen schaffenden Maßnahmen, Kleingewerbeförderung und die Gleichstellung von Männern und Frauen.

1998, nach fast 30-jähriger unmittelbarer Leitung des Projektes, schien die Zeit gekommen, die Geschäfte an einen einheimischen Träger zu übergeben. Es wurde die Kaluli Development Foundation (KDF) gegründet, die von einem Vorstand kontrolliert und von einem angestellten Manager geleitet wird. Ziel der neuen Organisation ist es nach wie vor, die Lebensgrundlagen der einheimischen Bevölkerung auf vielerlei Art zu verbessern.

Zurzeit engagiert sich KDF weiterhin auf dem traditionellen Gebiet der Landwirtschaft. Daneben gibt es eine auf zwei Jahre angelegte Arbeit mit Schwerpunkt Geschlechtergleichstellung (Gender Equity Promotion Project – GEPP), die durch Spendengelder der Gossner Mission getragen wird. Die Gossner Mission trägt darüber hinaus auch die Hauptlast der administrativen Kosten von KDF. Aufgrund guter infrastruktureller Vorgaben (Gästehäuser, Tagungsräume) ist zu hoffen, dass KDF vermehrt auch eigenes Einkommen erwirtschaften sowie andere Geldgeber für neue Komponenten ins Boot holen kann, so dass Gossner-Mittel für andere Aufgaben bei KDF frei werden. Ein weiterer Partner von KDF ist Brot für die Welt.

KDF hat einen guten Ruf in der Provinz und steht auf soliden Füßen. Das ermöglicht auch eine Ausweitung des Engagements über die klassischen Projekte hinaus, etwa im Bereich der Lobby- und Kampagnenarbeit. Eine Notwendigkeit dazu ergibt sich zum Beispiel aus dem zunehmenden Einfluss ausländischer Investoren im Projektgebiet, vor allem fernöstlicher Minengesellschaften, die seit der Jahrhundertwende massiv im Kohlebergbau aktiv sind. Die sich daraus ergebenden ökologischen Probleme (Emissionen, Wasserverschmutzung, Abholzung) sowie soziale Probleme (Ausbeutung, Gesundheitsrisiken) Konflikte verlangen geradezu nach einem starken Engagement von Organisationen wie KDF.

Als Gossner Mission versuchen wir, beratend, praktisch und wo nötig auch finanziell Hilfestellung zu leisten.

Back