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Indien: Zweiter Martha-Kindergarten eröffnet

Jugend packte beim Gabäude-Umbau kräftig mit an

Da jubelten die Mädchen und Jungen: Ein zweiter Martha-Kindergarten hat in Indien seine Pforten geöffnet. Feierlich wurde die Einrichtung in Trägerschaft der Gossner Kirche vor rund 150 Gästen in Chaibasa eingeweiht. Der Kindergarten ist Teil des „Martha-Programms“, das nach einem ganzheitlichen Konzept arbeitet  und Kindern einen kreativen Start in die Welt der Bildung ermöglichen will. 2011 war in Ranchi der erste Martha-Kindergarten auf eine Initiative der Gossner Mission hin eröffnet worden; der dritte soll in diesem Jahr im ländlichen Govindpur folgen.


Bevor der Kindergarten in Chaibasa eröffnet werden konnte, waren in letzter Minute noch zahlreiche Arbeiten zu erledigen. Einige Mitglieder der Jugendinitiative Sarjom, die weltwärts-Freiwilligen und einige frühere Freiwillige der Gossner Mission hatten in der Woche vor der Einweihung noch kräftig mitangepackt. Für März ist eine große Eröffnungsfeier geplant. Denn dann wird die Partnergruppe des Kirchenkreises Lichtenberg-Oberspree zu Besuch in Chaibasa sein

In vielen staatlichen Vorschulen in Indien werden Kinder noch heute zu Frontalunterricht und zum disziplinierten Stillsitzen gezwungen. Das Konzept des Martha-Kindergartenprogramms betont  dagegen die Einzigartigkeit eines jeden Kindes; es soll in seiner mentalen, psychischen, physischen und sozialen Entwicklung gefördert werden. Für die indische Gossner Kirche, die Träger von etwa 170 Schulen ist, bedeutete die Gründung des ersten Martha-Kindergartens in Ranchi 2011 einen Neuaufbruch in der Bildungsarbeit.

Da dieses Pilotprojekt in Ranchi großen Zulauf findet, soll möglichst in allen Diözesen der Gossner Kirche ebenfalls ein Martha-Kindergarten errichtet werden.

„Martha“ hieß das erste, am 25. Juni 1846 von Gossner-Missionaren getaufte Kind in Indien. Der Tag wird noch heute als Martha-Tag in der Gossner Kirche gefeiert.
(Berlin, 22.01.2019)
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