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Hilferuf: 3000 Menschen fliehen täglich nach Uganda

Größte Flüchtlingskrise Afrikas

Einen dringenden Hilfeaufruf hat Bischof Johnson Gakumba aus Uganda mit nach Berlin gebracht. „Jeden Tag fliehen bis zu 3000 Menschen vor dem grausamen Bürgerkrieg im Südsudan über die Grenzen zu uns nach Uganda“, berichtet der Bischof. Gakumba hat die Flüchtlingslager in seiner Diözese besucht und ist erschüttert: „Wir stehen vor der größten Flüchtlingskrise Afrikas! Dem ist unser Land allein nicht gewappnet.“ Die Gossner Mission hat Hilfe zugesagt. Johnson Gakumba hält sich zurzeit in Deutschland auf und ist Gast des Kirchentags.


Angst, Trauer, Verzweiflung - all das ist in ihren Augen zu lesen. Bis zu 3000 Menschen täglich überqueren die Grenze von Südsudan nach Uganda - auf der Flucht vor der Gewalt in ihrem Heimatland. Sie fliehen vor brandschatzenden Milizen, die nachts Dörfer überfallen, Mädchen vergewaltigen und Unschuldige ermorden. Die Hoffnung der Flüchtenden liegt im Nachbarland Uganda.

Doch auch dort ist die Not noch immer groß. Seit Ende des Bürgerkrieges im Norden Ugandas im Jahr 2007 finden die Menschen dort erst allmählich wieder zu einem normalen Leben zurück. Nun wird ein benachbarter Konflikt buchstäblich ins Land gespült – in Form von beinahe einer Million Flüchtlingen. Zunächst kamen sie aus den Wirren des Ost-Kongo und seit Mitte 2016 aus dem brutalen Krieg im Südsudan, der diesen jüngsten der afrikanischen Staaten ins Chaos und die Menschen in tiefes Leid stürzt.

Seit der Unabhängigkeit im Jahre 2011 kommt Südsudan nicht zur Ruhe. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen im Land geht es um Macht und Einfluss, um Stammesfehden und die Kontrolle über das lukrative Erdölgeschäft. Seit Mitte 2016 sind anderthalb Million Menschen auf der Flucht; mehr als die Hälfte wird im Norden Ugandas notdürftig angesiedelt und versorgt.

Salah Iwi Hilary Simon (Foto: links) ist einer davon. Er hat den Angriff auf sein Dorf überlebt. Aber seine Frau, seine Kinder? Salah weiß nicht, ob sie noch leben. Die Angreifer schlugen ihn bewusstlos, brannten seine Hütte nieder und stahlen seine Ziegen. Als Salah wieder zu sich kam, war alles vorbei. Nach drei Tagen Fußmarsch durch die Wildnis, ohne Nahrung, erreichte er die Grenze nach Uganda. Das war seine Rettung.

Hier, im Camp Pagirinya, ist er in relativer Sicherheit vor den marodierenden Banden. Aber die Zelte im Flüchtlingscamp bieten wenig Schutz gegen Kälte und Regen; außerdem bedrohen Cholera und Malaria die Flüchtlinge. Und immer ist da die Sorge um seine Familie: Bis heute weiß Salah Iwi Hilary Simon nicht, was mit ihr passiert ist.

Die Hilfe für die Flüchtenden wird derzeit koordiniert vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen und anderen Organisationen. Auch die Partnerkirche der Gossner Mission, die Diocese of Northern Uganda, bietet den Geflohenen ihre Hilfe an. „Aber den Flüchtenden mangelt es an allem“, sagt Bischof Johnson Gakumba. „An Essen und sauberem Wasser, an Schulen und Sanitär-Einrichtungen, aber auch an ganz alltäglichen Sachen wie Schuhen und Hygieneartikeln.“

Bitte unterstützen Sie die Flüchtlinge in Uganda mit Ihrer Spende!

Uganda: Eine Million Menschen sind auf der Flucht! (Flyer, pdf)

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Kennwort: „Flüchtlinge Uganda“

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