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Gottesdienst: Für Christen in Indien beten

Sonntag Reminiszere nimmt verfolgte Glaubensgeschwister in den Blick

Die Situation der Christinnen und Christen in Indien gerät in diesem Jahr in den Fokus vieler Gottesdienste am Sonntag Reminiszere. „Die indische Gossner Kirche bemüht sich seit jeher um ein friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft, die von der hinduistischen Mehrheit dominiert wird. Doch ihr Handlungsspielraum wird zusehends eingeschränkt“, betont Direktor Christian Reiser. Er wirkt mit in einem Gottesdienst am 28. Februar in der Berliner Marienkirche, in dem Bischof Dr. Christian Stäblein predigen wird. Seit 2010 ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Sonntag Reminiszere dazu auf, für verfolgte Glaubensgeschwister zu beten, in diesem Jahr für Christen in Indien.


In vielen Ländern der Welt werden Christinnen und Christen verfolgt, bedrängt und in ihrer Religionsfreiheit eingeschränkt. Das gilt auch für Indien. „Wir sind sehr besorgt angesichts der Bestrebungen radikaler hindunationalistischer Gruppen, Indien zu einem Land zu machen, das Hindus vorbehalten sein soll und die gegen andere Religionsgemeinschaften und Minderheiten massiv vorgehen“, sagt EKD-Auslandsbischöfin Petra Bosse-Huber. Die Angriffe auf Christen und Muslime würden von Verleumdungen und Einschüchterungen bis hin zu offener Gewalt reichen.

Aber auch die Gesetze einiger Bundesstaaten, die den Glaubenswechsel vom Hinduismus zum Christentum einschränken oder unterbinden sollen, stünden im Gegensatz zur Religionsfreiheit, wie sie in der Verfassung der größten Demokratie der Welt verankert ist. 

Seit 2010 ruft die EKD am Sonntag Reminiszere Kirchen und Gemeinden dazu auf, sich für bedrängte und verfolgte Christen einzusetzen. Dazu erscheint jährlich eine Publikation, die Hintergrundinformationen bietet.

Diese kann hier abgerufen werden  >>

Der Gottesdienst aus der Berliner Marienkirche wird im Livestream gesendet: Sonntag, 28. Februar, 10.30 Uhr >>
(Berlin, 3.02.2021)


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