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Gossner Mission: Vorsitzender kündigt Rückzug an

Wechsel an der Spitze des Werkes

Seit 14 Jahren leitet er die Gossner Mission, engagiert sich seit insgesamt 25 Jahren für sie und mit ihr: Harald Lehmann, langjähriger Vorsitzender der Gossner Mission, hat aus Altersgründen seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden angekündigt. Auch aus Vorstand und Kuratorium wird er sich zurückziehen. Die Gossner Mission verabschiedet den 71-Jährigen im Rahmen der Herbstsitzung des Kuratoriums in Bad Salzuflen (Lippe) am Freitag, 9. Oktober, mit Gottesdienst und Empfang. Am Nachmittag des gleichen Tages wird das Kuratorium eine/n NachfolgerIn wählen.


„Weil Menschen Hoffnung in uns setzen…“ Als Harald Lehmann nach seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden im Jahr 2010 gefragt wurde, warum er sich für die Gossner Mission engagiere – neben der nervenaufreibenden Beschäftigung als Direktor einer Gesamtschule in Gelsenkirchen – da war seine Antwort deutlich. „Weil Menschen Hoffnung in uns setzen… Die Gossner Mission steht seit mehr als 170 Jahren an der Seite der Ausgegrenzten und Armen. So lange wir für diese Menschen ein Hoffnungszeichen sind, so lange ist diese Arbeit wichtig.“

Kennengelernt hat Harald Lehmann die Gossner Mission bereits 1981. Als Schulreferent der Evangelischen Kirche von Westfalen hatte er ein Lehreraustauschprogramm mit dem sambischen Christenrat geplant. Vor Ort im Süden Sambias begegnete er der Gossner Mission – und war beeindruckt von deren Arbeit im dortigen Gwembe-Tal. Harald Lehmann: „Aus diesem ersten Kontakt entstanden viele weitere Unternehmungen, und immer, wenn ich Sambia besuchte, war der Kontakt zur Gossner Mission ein selbstverständlicher Bestandteil des Programms.“

Die Evangelische Kirche von Westfalen entsandte Harald Lehmann dann 1995 als ihren Delegierten ins Kuratorium der Gossner Mission. Später wurde er in den Vorstand gewählt, und 2006 trat er als Vorsitzender die Nachfolge des früheren Berliner Generalsuperintendenten Günter Krusche an. Es folgten schwierige Jahre. Die finanzielle Situation des Werkes war angespannt, die Zahl der Mitarbeitenden verringerte sich zusehends. Heute ist die Gossner Mission längst wieder gefestigt. Mit Uganda ist ein weiteres Arbeitsfeld hinzugekommen; das Werk kooperiert mit dem Berliner Missionswerk. Das Kuratorium ist verjüngt und gut aufgestellt, und in der Berliner Dienststelle sorgt ein kleines, aber äußerst engagiertes Team für effiziente und nachhaltige Arbeit.

„Ein guter Zeitpunkt, um zurückzutreten“, sagt der 71-Jährige. Aber er verhehlt auch nicht, von seiner Frau sanft gedrängt worden zu sein… Die Leitung der Schule in Gelsenkirchen, diverse Ehrenämter und die Gossner Mission – das war schließlich eine kräftezehrende Mischung. Zumindest bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor einigen Jahren. Nun hat er – in der jüngsten Kuratoriumssitzung im Juni in Berlin – den Rückzug von seinen Gossner-Ämtern angekündigt. Aber die Liebe zu Gossner und zu Sambia, sie wird wohl bleiben….

Harald Lehmann wird am Freitag, 9. Oktober, in Bad Salzuflen feierlich verabschiedet: Um 18 Uhr beginnt der Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche. Anschließend ist ein Empfang im Gemeindehaus geplant.
(Berlin, 30.09.2020)

Harald Lehmann über Sambia und seinen Weg zur Gossner Mission im Video >>



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