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Gossner Kirche: Grußbotschaft überbracht

Vor 100 Jahren, am 10. Juli 1919, beschloss die Synode in Ranchi ihre Unabhängigkeit. Damit wurde die Gossner Kirche zur ersten unabhängigen Kirche, die aus einer neuzeitlichen Mission hervorging. "Alle Christen, die sich mit der Gossner Mission verbunden fühlen, freuen sich mit Ihnen und sagen Lob und Dank an unseren Gott, dass er Ihre Kirche vor 100 Jahren in die Unabhängigkeit geführt hat", so Superintendent Dr. Helmut Kirschstein, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender, der mit einer Delegation der Gossner Mission an den Feierlichkeiten am 10. Juli teilnahm und eine Grußbotschaft überbrachte.

Die Unabhängigkeit vor 100 Jahren kam nicht unvorbereitet: Die Gossner-Missionare hatten auf eine einheimische Kirche hin gearbeitet. Sie sahen sich an der Seite der Adivasi, der indigenen Bevölkerung, für deren Rechte sie sich einsetzten.Heute ist die Gossner Kirche mit rund 400.000 Mitgliedern die zweitgrößte lutherische Kirche Indiens. Ihre Mitglieder sind zu mehr als 90 Prozent Adivasi.

Von der Gossner Kirche angespalten hat sich die Nordwest-Gossner Kirche. Diese hat rund 770 Gemeinden mit mehr als 127.000 Mitgliedern. Die Nordwest-Gossner Kirche beging das Jubiläum am Gründungstag 10. Juli, während die Gossner Kirche selbst im Oktober feiert.

Zu den Feierlichkeiten am 10. Juli war eine Delegation entsandt, die vom stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden, Superintendent Dr. Helmut Kirschstein aus Norden, sowie Pfarrer i. R. Michael Heß aus Westfalen geleitet wurde. „Wir wollen mit der Nordwest-Kirche feiern“, betonte Dr. Kirschstein, aber die Frage der Versöhnung werden wir natürlich nicht unerwähnt lassen.“

Aus der Grußbotschaft von Dr. Helmut Kirschstein:

„An diesem besonderen Tag denken viele Menschen in meinem Land an die Unabhängigkeit der Gossner Kirche, die heute ihr 100-jähriges Bestehen feiert. Alle Christen, die sich mit der Gossner Mission verbunden fühlen, freuen sich mit Ihnen und sagen Lob und Dank an unseren Gott, dass er Ihre Kirche vor 100 Jahren in die Unabhängigkeit geführt hat. (…) Als Christen sind wir durch den Glauben vereint. Noch mehr: Seit 1845 reichen Menschen aus Deutschland und Indien sich die Hände, um ihren gemeinsamen Glauben an den Herrn Jesus Christus zu bekennen, und deutsche und indische Christen haben den Herrn mit Herz und Hand durch ihr Engagement für Sein Reich des Friedens bezeugt. (…)

Ich bin sicher, dass Sie alles tun werden, um die Gräben zu überwinden, die die Nordwest Gossner Kirche von der Gossner Kirche trennen. Ich bin sicher, dass es eine unendliche Freude im Himmel und auf Erden geben wird, wenn die Gossnerschen Christen Hand in Hand in eine gemeinsame Zukunft gehen! In diesem Sinne bringe ich die herzlichen Glückwünsche aller Brüder und Schwestern der Gossner Mission aus Deutschland – voller Hoffnung, dass der gesegnete Weg der beiden Kirchen sehr bald zu einem neuen und gesegneten Miteinander führen wird.“
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