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Gemeinden in Transformation: Raus aus der Thermoskanne

Regionalgruppe Berlin traf sich in Kreuzberg

Gemeinden in Transformation:  Unter diesem Titel hat die Gossner Mission eine Initiative gestartet, die sich an Kirchengemeinden in Deutschland richtet, die sich in Transformationsprozessen befinden. In der Gemeinde „Heilig Kreuz-Passion“ in Berlin-Kreuzberg traf sich nun zum ersten Mal die Regionalgruppe Berlin. „Unsere Gemeinde erlebt seit ihrer Gründung eine Reihe von Veränderungen“, so Pfarrer Peter Storck (Foto: re.), der bis in die Anfänge des Kirchbaus in der preußischen Zeit zurückblickte. Er sei dankbar, dass die Gossner Mission nun diese Initiative des Austauschs und der  Vernetzung gestartet habe.


„Gemeinde in Transformation – ein schillernder Begriff, aber auch ein offener Begriff“, so Direktor Christian Reiser bei der Begrüßung der Teilnehmenden in der Gemeinde „Heilig Kreuz-Passion“ in Berlin-Kreuzberg. Viele Gemeinden müssten oder wollten sich heute einem Verwandlungsprozess unterziehen – aber meist wüssten sie nicht, wie sie diesen bewältigen sollen und wohin er sie führen werde.

„In anderen Gemeinden herrscht dagegen ein ,Thermoskannendenken´ vor . Nach dem Motto: nach außen abriegeln, niemanden hereinlassen und sich gegenseitig warmhalten…“, so Reiser.

Die Gossner Mission, die sich in der Tradition der Gesellschaftsbezogenen Dienste in Deutschland sehe, habe einen Prozess der Vernetzung gestartet und wolle auf diese Weise helfen, den neuen Herausforderungen zu begegnen.

Dass es sich um sehr unterschiedliche Herausforderungen handelt, das zeigten die Redebeiträge der Teilnehmenden an diesem Abend. Dorfgemeinden ändern sich, weil vielerorts eine Landflucht eingesetzt hat; Stadtgemeinden sind mit zunehmender Säkularisierung konfrontiert;  hier wie dort gibt es Themen wie den Umgang mit Arbeitslosigkeit, mit der Flüchtlingsproblematik, mit den digitalen Medien. Themen, die in vielen Gemeinden noch neu sind – und mit denen sie sich schwertun.

Die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Marzahn/Nord etwa ist noch jung, 35 Jahre alt, und ständig im Wandel begriffen. Zunächst von Intellektuellen geprägt, seien diese nach der Wende in andere Stadtbezirke oder ins Umland gezogen. „1992 begann dann der Zuzug der AussiedlerInnen; und die Jugend ging nach und nach weg, und später wurden vermehrt Flüchtlinge angesiedelt“, so Pfarrerin Katharina Dang. Mit solchen Veränderungen in wenigen Jahren klarzukommen – das sei für eine Gemeinde nicht einfach. Der Austausch mit anderen Kirchengemeinden, von der Gossner Mission nun angestoßen, könne da sehr hilfreich sein, so hoffe sie.

Weitere Treffen, in Berlin und in anderen Regionen Deutschlands, sind geplant. InteressentInnen wenden sich an den Direktor der Gossner Mission, Christian Reiser:

Tel. 030/24344 5750 oder: christian.reiser@gossner-mission.de

Weitere Informationen in der Gossner-INFO 2/2017 (PDF) >>

(Seite 18 - 25)

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