Seite drucken · Suche · Kontakt · Newsletter · Sitemap · Impressum/Datenschutz

Chaurjahari: Wohltätigkeitsfonds macht Hilfe möglich

Im Bergkrankenhaus Chaurjahari konnte einem Ehepaar geholfen werden – dank des Wohltätigkeitsfonds, den das Krankenhaus für mittelose Patienten bereithält. Und den die Gossner Mission dank vieler SpenderInnen seit langem unterstützt. Dr. Elke Mascher hat uns diese berührende Geschichte aus Chaurjahari weitergeleitet, die ihr vom dortigen Arzt Dr. Caleb Budha berichtet wurde: Ein 62-jähriger Mann kam mit einer nicht heilenden Wunde am Fuß ins Krankenhaus. Monatelang hatte er viele pflanzliche Mittel und traditionelle Heiler ausprobiert - nichts hat geholfen. Dann machte er sich mit seiner Frau auf nach Chaurjahari.

Zwei Tage brauchten sie mit dem Bus für die beschwerliche Reise aus dem Heimatort Lukum. Im Krankenhaus ergab eine erste Untersuchung, dass der Mann einen diabetischen Fuß hat. Neben der Wundpflege war also auch eine Behandlung der Diabetes nötig. „Es ging ihm schnell besser, aber nach einigen Tagen der Behandlung wollte das Paar plötzlich wieder nach Hause zurückkehren“ schreibt Dr. Budha, „weil sie nicht genug Geld für die langwierige Behandlung hatten". Zum Glück hat das Krankenhaus für solche Fälle den Wohltätigkeitsfonds: So konnten ÄrztInnen und PflegerInnen den Mann kostenlos behandeln, ihn und seine Frau weiterhin mit Medikamenten und Essen versorgen. Üblicherweise übernehmen in Nepal die Kinder Pflege und Versorgung, aber hier war niemand von der Familie dabei.

Zwischendurch begann die Abriegelung wegen der Corona-Pandemie - das Paar blieb sechs Wochen in Chaurjahari. Die Wunde des Mannes heilte vollständig ab und die Diabetes-Medikation konnte gut eingestellt werden. Zuletzt bekamen beide etwas zu essen für ihren weiten Weg zurück nach Lukum. Sie liefen vier Tage, um wieder nach Hause zu kommen. Bevor sie abreisten, bedankte sich die Frau beim ganzen Team von Chaurjahari: „Wir haben drei unserer Söhne in ihrer Kindheit durch Krankheiten verloren. Wir haben deshalb niemanden, der sich im Alter um uns kümmert. Sie sind unsere Kinder geworden - vielen Dank für ihre Fürsorge."

<< zurück