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Aus Neuseeland: Auf den Spuren einer Gossner-Missionarin

Besuch aus Neuseeland: Stephan Hunt ist bei der Gossner Mission, um mehr über seine Ur-Urgroßmutter zu erfahren. Im September 1845 hatte die Gossner Mission Anna Dorothea Hergott, geboren 1816, auf eine lange Reise ans andere Ende der Welt gesandt. Als „Missionsbraut“, damals nannte man das so, um in Übersee einen Missionar zu heiraten. Ihr künftiger Bräutigam, der Missionar Johann Conrad David Müller, lebte da schon seit drei jahren auf den Chatham-Inseln, gelegen vor Neuseeland im Pazifik.

Stephan Hunt erhofft sich neue Hinweise auf das Leben seiner Vorfahrin. Was hat sie zu dem Entschluss bewegt? Gibt es Archivalien aus ihrer Heimatstadt Tangermünde in der Altmark? Oder aus Berlin, wo sie mit 16 Jahren im Haushalt von Johannes Goßner arbeitete und später im Elisabeth-Krankenhaus zur Krankenschwester ausgebildet wurde? Ihr war ein langes Leben beschieden, alles andere als selbstverständlich für eine Missionarsfrau. Nachdem Johann Müller früh verstarb, heiratete sie erneut und lebte bis zu ihrem Tod 1901 als fromme Lutheranerin auf den Chathams. Dort ist sie auch beigesetzt.

Zum Jahreswechsel 2016/17 war eine Delegation aus Deutschland auf die Chatham Inseln gereist, um an der Datumsgrenze das Reformationsjubiläum einzuläuten. Reformations- Botschafterin Margot Käßmann und Harald Lehmann, ehrenamtlicher Vorsitzender der Gossner Mission, trafen dort etliche Nachfahren der Handwerker-Missionare, die sich aus Berlin auf den Weg gemacht hatten: „Für die Menschen auf diesen abgelegenen und unwirtlichen kleinen Inseln war der Besuch ein besonderes Ereignis und hat sie sehr bewegt“.
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