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Abschied: Gossner Mission trauert um Michael Sturm

Deutschland-Arbeit des Werkes über viele Jahre geprägt

Die Gossner Mission trauert um Michael Sturm, den früheren Kollegen und langjährigen Referenten für den Arbeitsbereich Gesellschaftsbezogene Dienste. Er starb unerwartet nach einer Operation, die aufgrund seiner schweren Krankheit nötig geworden war. Michael Sturm hatte 14 Jahre bei der Gossner Mission in Mainz gearbeitet, bevor er nach Berlin kam und hier die Gesellschaftsbezogenen Dienste in seiner ruhigen, klugen und beharrlichen Art von 1996 bis 2011 prägte. „Es gab ein Pathos im Leben des Michael Sturm - das Trachten nach Gerechtigkeit“, so einer seiner Weggefährten erschüttert.


Über viele Jahre hat Michael Sturm, der nun im Alter von 68 Jahren in Berlin verstarb, die Deutschland-Arbeit der Gossner Mission geprägt. Zunächst
war der Politologe 14 Jahre für das „Seminar für Kirchlichen Dienst in der Industriegesellschaft“ der Gossner Mission in Mainz tätig. Als die Gossner Mission diese Arbeit an die Evangelische Kirche von Hessen-Nassau (EKHN) übergab, wechselte Sturm nach Berlin.

Seine Kontakte zu Gewerkschaften, zu kirchlichen und anderen Gruppen und Initiativen im Inland wie im Ausland waren vielfältig und dabei stets fokusiert auf die Frage nach der gesellschaftlichen Dimension menschlicher Würde. Ein Beispiel: Zu den jährlichen Solidaritätskonferenzen der Gossner Mission, an denen Sozialwissenschafter, Gewerkschaftler und Arbeitsloseninitiativen teil-nahmen, lud Michael Sturm immer auch und vor allem die Marginalisierten, die Menschen „von unten”, ein. Sie sollten selbst zu Wort kommen und eine Stimme haben - einzigartig in Deutschland.

Ein anderes, ihm wichtiges Arbeitsfeld umschreibt der Begriff des „community organizing”.

Die Gossner Mission blickt in Dankbarkeit auf das Wirken und die vielen Jahre mit Michael Sturm zurück. Sie wird ihn als klugen, äußerst engagierten und verlässlichen Kollegen in Erinnerung behalten.
(Berlin, 1.09.2017)
 

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